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Archiv der Kategorie Unterhaltung
Offener Brief an die Kraftfahrzeugführer, die über Schlaglöcher jammern
6.2.2010 by admin.
Liebe Blechbüchsenführer,
Ihr jammert über den Zustand der Fahrbahnen nach diesem harten Winter? Gewöhnt Euch daran! Wir Radfahrer werden seit Jahren auf schlechte Pisten geschickt, die “Radwege” genannt werden. Und unsere Felgen sind viel empfindlicher. Derart schlechte Radwege, werden seit 1997 rechtswidrig von Straßenverkehrsbehörden als benutzungspflichtig beschildert. Und ständig wurden und werden wir von Euch angehupt und angepöbelt, wir sollten auf dem ohnehin gefährlichen Radweg fahren, obwohl er nach der Rechtsprechung unzumutbar oder gar unbenutzbar ist. Selbst wenn der vermeintliche Radweg nur ein Gehweg ist, der für Radfahrer freigegeben ist, wolltet Ihr uns da drauf schicken, oder wenn der Radweg völlig unter dem Schnee “Eurer” freien Fahrbahn beerdigt ist. - Aber die Strafe sandte Euch der Herr Gott mit diesem Winter. Nun könnt Ihr mal am eigenen Leibe erfahren, wie es Radfahrern auf Radwegen ergeht! Nur schade, daß Ihr nicht auch noch an jeder Einmündung verlangsamen müßt, weil irgend ein anderer Verkehrsteilnehmer Euch den Vorrang nehmen könnte oder andernfalls umfährt. Wenn Ihr nicht ohne ein Schlagloch zu erwischenvorankommt, erfahrt Ihr annähernd, wie es Radfahrern mit Kinder- oder Transportanhänge rergeht, wenn auf dem Radweg Drängelgitter angebracht sind.
Übrigens müßt auch Ihr Eure Bürgerkäfige oder Blechbüchsen auch so bewegen, daß Ihr niemanden gefährdet und Eure Dreckschleuder auch jeder Zeit beherrschen könnt. Das verlangt die Straßenverkehrsordnung auch von Euch. Aber Ihr fahrt lieber mit 60, wo Höchstgeschwindigkeit 50 angesagt ist, und jammert herum, wenn die Stoßdämpfer unter den Schlaglöchern leiden. Den Schlaglöchern auf der Fahrbahn können wir Radfahrer bestens ausweichen, wenn wir nach § 2 StVO auf der Fahrbahn fahren, weil unser Fahrzeug schmal ist. Übrigens müßt Ihr mindestens 1,50 m Sicherheitsabstand einhalten, wenn Ihr einen Radfahrer überholt, der sich filigran zwischen den Schlaglöchern der Fahrbahn hindurchmanövriert.
Ich kann meine Häme nicht verhehlen. Jetzt ist Schluß mit der Verkehrsmittelapartheid, gleich schlechte Wege für Alle! Viele von Euch haben es einfach nicht besser verdient. Steigt doch auf das Fahrrad um! Es entfällt die lästige Parkplatzsuche und Euer Hirn, soweit noch nicht völlig abgestorben, erhält endlich mal wieder Sauerstoff, es gilt: mens sana in corpore sano. Und auf innerörtlichen Strecken bis 3 km seid Ihr auch genauso schnell am Ziel wie zuvor, bis 6 km lohnt sich die Fahrt auf dem Fahrrad. Und für die Schwächeren unter Euch gibt es die sogenannten Pedelecs.
Denkt mal darüber nach!
Euer Torben
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Definition des Terminus “Konzertbehuster”
6.1.2009 by admin.
Konzertbehuster sind lästige Störenfriede in Konzerten, meist weiblichen Geschlechts und höreren Alters. Konzertbehuster verweigern Halsbonbons und warten leise Passagen ab, um sich zu räuspern, zu keuchen oder lautstark zu husten. Findet ein Konzert in einer älteren Kirche statt, wählen Konzertbehuster Sitzplätze auf der Empore, um während des Konzertes durch Herumschreiten das alte Gebälk knarren zu lassen.
Ich fordere die Einrichtung einer Kulturgendarmerie, die sich auch um die Ruhigstellung von Konzertbehustern bemüht.
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Globalisierung als Phänomen der Moderne?
5.7.2008 by admin.
“Globalisierung” ist ein politischer Kampfbegriff, der unterstellt, es gäbe einen derartigen Vorgang derzeit. Das ist aber falsch. Globale Betrachtungsweisen finden wir schon in der Antike oder gar vorher. Einzig die kommunikationswege sind kürzer geworden.
Wichtige Beispieel der globalen Sicht waren die Expeditionen nach China im Hoch- und Spätmittelalter oder die Suche nach dem “Priesterkönig Johannes” im Rücken der Muselmanen.
Der Versuch, die Araber als Zwischenhändler für Gewürze auszuschalten, belegt die globale Sicht der mittelalterlichen Menschen, die es dann in der Frühneuzeit dank des portugiesischen Wagemutes auch schafften, die Gewürzinseln zu erreichen. Bei Reinhard lesen wir, daß die Römer vom Roten Meer aus direkten Kontaklt nach Indien unterhielten, wo sie Faktoreien aufbauten.
Einziger gewichtiger Unterschied ist, daß vormals versucht wurde, exotische Produkte aus anderen Weltregionen zu besorgen, um sie auf den Märkten der Heimat gewinnbringend zu veräußern. Gewinnbringend waren diese Produkte, da sie Luxus darstellten, aber es dennoch eine hohe Nachfrage gab. Das Risiko solch einer Handelsreise war hoch, dennoch zahlte es sich für den Händler, der es geschafft hatte, aus. Die nötigen Investionen waren hoch, es wurde ein Schiff und eine Mannschaft benötigt. Erfahrene Seeleute werden sich sicherlich nicht unter Wert verkauft haben, aber Erfahrung war für den Erfolg einer Handelsexpedition wichtig. Wochen und Monate bangen Wartens in der Heimat zahlten sich aus, wenn das Schiff vollbeladen mit Gütern exotischer Länder zurückkam. Ganze Flotten liefen aus, manchmal für Kompanien als Zusammenschluß von Händlern und gerade für Kompanien im Merkantilismus.
Die Seewege wurden immer kürzer, weil die Schiffe schneller wurden. Die Kommunikation verbesserte sich. Erst wurden Postbootlinien eingerichtet, dann Überseekabel für Telegraphen verlegt, es folgten Telephonleitungen. Heute können wir blitzschnell per Internet Daten aus Hong Kong abrufen. Über Satelliten können Schiffe ihre Position bestimmen, während die Seekarten immer genauer werden.
Einzig geändert hat sich, daß wir nicht mehr nur exotische Produkte in der Ferne erwerben, sondern auch günstiger produzierte konkurrenzprodukte zu den Güter der heimischen Produktion. Die Unterschiede in den Lebensverhältnissen und damit verbunden die Arbeitskosten sind relevant, auch die Geschwindigkeiten und Kommunikationswege haben sich geändert. Aber einen globalen Markt gab es schon immer. Einen Prozeß “Globalisierung” gibt es in dieser Hinsicht nicht, einzig abendländische Kultur und Werte werden globalisiert, weil sie sich dank des Handels und der verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten verbreiten.
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DVB-T in Rendsburg - Eine Enttäuschung?
16.5.2008 by admin.
Vor wenigen Wochen hatte ich meinen DVB-T-Empfänger bei Ebay verkauft. Hier war der Empfang einfach mies. Die Antenne, ich hatte eine aktive Antenne mit regelbarem, starkem Verstärker, mußte in das Fenster gestellt werden, um überhaupt ein paar Sender empfangen zu können. Das terrestrische digitale Fernsehen soll immerhin mittelfristig das analoge Antennenfernsehen ablösen.
Technische Voraussetzung zum Empfang des digitalen Antennenfernsehens ist ein DVB-T-Empfänger in Form eines eigenen Gerätes (Set-Top-Box) oder im Empfangsgerät (Fernseher oder DVD-Rekorder) integriert. Desweiteren ist eine Antenne notwendig. Es gibt passive oder aktive Zimmerantennen sowie Außen-oder Dachantennen.
Für Rendsburg gibt es eine eigene Karte zur Empfangsprognose. Bei der Betrachtung der Karte wird deutlich, daß in Rendsburg eine Außenantenne, in vielen Bereichen eine Dachantenne notwendig ist, um DVB-T empangen zu können.
Vor Jahren führte mir mal jemand mit einer einfachen Stabantenne an USB-DVB-T-Empfänger vor, daß der Empfang in Rendsburg möglich sei. Aber es lag wohl eher am Standort in Nähe der Eider, daß er dort tatsächlich Empfang hatte. Meine persönlichen Erfahrungen sind schlechter.
Angesichts des schlechten Empfangs in Rendsburg sollten Interessierte zuerst auf die Karte sehen und sich in ihrer Nachbarschaft umhören, welche Erfahrung Andere mit dem Empfang haben. Bis auf die Anschaffung der Geräte, Antenne und Empfänger gibt es für weniger als 100 Euro, sowie die GEZ-Gebühren entstehen keine weitere Kosten für den Empfang von DVB-T.
Von der Bildqualität her sollten DVB-C (Kabel) oder DVB-S (Satellit) vorgezogen werden. DVB-C bedeutet allerdings Mehrkosten für den Kabelanschluß. Eigenheimbesitzer sollten auf DVB-S setzen, denn sie können problemlos eine Satellitenschüsseln anbringen. Besitzer von Eigentumswohnungen dagegen sind auf das Wohl und Wehe der Hausgemeinschaft angewiesen. Jedoch gibt es Gerichtsurteile, die auch deutschen Mietern und Wohnungseigentümern zugestehen, unter Umständen eine Satellitenschüssel auf dem Balkon aufzustellen oder anzubringen. Eine DVB-T-Außenantenne ist dabei etwas unauffälliger anzubringen. Allerdings muß der Balkon für terrestrischen oder Satellitenempfang günstig ausgerichtet sein. Vor einer Anschaffung sollten Interessierte sich also bewußt machen, in welche Richtung sie ihre Antenne oder Schüssel ausrichten müssen. Ein Balkon in Nordwestausrichung ist sicher ungeeignet, wenn der Satellit im Südosten anzuvisieren ist.
Wenn ein Vermieter oder eine Eigentümergemeinschaft den Kabelempfang ablehnt, DVB-T aber wie in Rendsburg nur eingeschränkt zu empfangen ist, könnte es durchaus sein, daß die Aufstellung einer Satellitenschüssel gegenüber Vermieter oderEigentümergemeinschaft rechtlich durchsetzbar ist, zumal das analoge Fernsehen über Antenne bald nicht mehr empfangen werden können wird.
Ich selbst besitze nur noch einen einfachen USB-DVB-T-Stick für den Fall, daß ich mit dem Notebook mal irgendwo sitze, wo der DVB-T-Empfang möglich ist. Ansonsten ist aufgrund meiner Erfahrung DVB-T für mich keine ernstzunehmende Lösung für den digitalen Fernsehempfang. Eine gebrauchte NokiaD-Box I, die für wenige Euro bei Ebay erhältlich ist, kann bei vorhandenem Kabelanschluß zwecks Empfang von DVB-C genutzt werden.
Glossar
DVB: Digital Video Broadcasting, der Videostandard für die Ausstrahlung digitaler Inhalte. “T” steht für terrestrischen, also Empfang per Antenne, “C” für Cabl, folglich den Kabelanschluß und “S” für den Empfang über Satellit. Für jedes Format ist ein eigener Empfänger notwendig.
Set-Top-Box oder Receiver: Empfangsgerät, das zwischen Anschluß und Fernseher bzw. DVD-Rekorder geschaltet wird. In vor allem höherwertigen Fernsehern von z.B. Loewe sind entsprechende Empfänger neben dem normalen analogen TV-Tuner schon integriert, so daß der Nutzer nicht mit zwei Fernbedienungen hantieren muß. Einige Flachbildfernseher auch der günstigeren Preiskategorien bringen einen integrierten DVB-T-Empfänger mit.
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Ein Spiegelbild der bundesrepublikanischen Gesellschaft: Dol2Day.com
8.12.2007 by admin.
Seit ein paar Jahren bin ich Besucher und Mitspieler der deutschsprachigen Seite Dol2Day.com Dol2Day steht für “Democracy online today”. Dort gibt es Parteien, Wahlen und Diskussionen.
Anfangs gab es viel Zulauf jeglicher politischer Richtung. Jede Jugendorganisation einer Partei warb Mitglieder für Dol2Day, da die virtuellen Ableger der Parteien ihre Kandidaten über Wahlen zum Internetkanzler machen sollten. Ich selbst kam über einen Aufruf des RCDS zu Dol2Day.
Die Community war demokratisch organisiert. Über Spielregeln wurde abgestimmt.
Leider zeigen sich jener Community ähnliche Konfliktfelder wie in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Lobbying bei den Moderatoren und sogar der Redaktion ist üblich, das kommt aus Kreisen einer gewissen sexuell desorientierten Randgruppe und Linksliberaler. Wie genau abläuft, ist mir nicht bekannt. Signifikant ist jedoch, daß Linksliberale und Vertreter der gewissen Lobby straffrei beleidigen und pöbeln dürfen, während Andersdenkende, besonders Christkonservative unverhältnismäßige Sanktionen befürchten dürfen.
Auch werbende Unternehmen und Sponsoren machen regelmäßig Druck auf die Redaktion, so daß am rechten Rand schon drei Parteien gelöscht wurden, während eine KP ihr Unwesen treiben darf.
Die Redaktion arbeitet ehrenamtlich und ist sichtlich überfordert. Sie ist aber um Fairness bemüht, wenn nicht gerade eine Lobby Druck macht.
Die Redaktion dieses netten Spieles schuf sich ein Gericht, das sie bei der Ausübung des Hausrechtes unterstützen sollte. Dieses Gremium sollte ursprünglich strafbare Meinungen verfolge, die für die Redaktion rechtliche Konsequenzen zur Folge gehabt hätten.
Schnell bildeten sich Seilschaften und Interessengruppen. Es gibt tatsächlich Mitspieler, die schon seit Jahren Gremianten sind. Sie genießen Immunität und sind häufig jene Mitspieler, die durch Beleidigungen und andere Ausfälle auffallen.
Als Rechtsgrundlage für Urteile des Gremiums dienen die Spielregeln, von denen gerade vor wenigen Tagen die Doliquette auf Druck einer gesellschaftlichen Randgruppe verschärft wurde. Das Verfahren wird in einer Gremiumsordnung (GO) geregelt.
Diskussionen zu politischen Themen werden recht schnell mit Wortgefechten zwischen rivalisierenden Mitspielern angereichert. Ein beliebtes Ziel besonders der Linksliberalen ist der Mitspieler Herbert. Dieser ist sicher kein Unschuldslamm. Aber jede Diskussion zu einer seiner Umfragen wird von seinen Gegnern gestört.
Viele Diskussionen sind nicht mehr wirklich politisch. Besonders die sexuell Gestörten heben sich damit hervor, daß sie in ihrer Kategorie ihre sündhafte Neigung zelebrieren.
Die Folge der daniederliegenden Diskussionskultur ist das Fernbleiben von Neumitgliedern. Im Jahr 2000 war Dol2Day noch etwas Besonderes. Heute gibt es zuviele Angebote im weltweiten Netz, aber auch kaum Berichte über dieses eigentlich wundervolle Spiel.
Der Totalitarismus des bundesrepublikanischen Mainstreams hat auch das Spiel Dol2Day erfaßt. Neben der offiziell gültigen Meinung werden keine weiteren Meinungen geduldet. Die Erben der 1968er dulden keine Andersdenkenden. Abweichler werden als Provokateure, Alkoholiker, Geisteskranke oder Nazis verleumdet. Andersdenkende sehen sich schnell der Willkürjustiz des oben beschriebenen Gremiums ausgesetzt.
Über Dol2Day habe ich einige nette Menschen kennengelernt, mit denen ich auch abseits des Spieles kommuniziere. Sogar zu Treffen kam es schon. Uns eint vorrangig der Kampf für das Gute wider das Böse.
Einer dieser Bekannten ist frankg, der von der Willkürjustiz der Hobby-Freisler im Gremiantenstadl vor wenigen Tagen zu einer Zeitsperre verurteilt wurde. frankg hatte nur vom Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch gemacht oder Fakten aufgezeigt.
Gerade weil es soviele Mißstände in jenem Spiel gibt, fordere ich alle pluralistisch gesinnten Leser auf, sich dort anzumelden. Wir müssen eine Mehrheit schaffen, um die Mißstände zu beseitigen.
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