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Archiv der Kategorie Historia
Der Nachhall des Nationalsozialismus
24.12.2010 by admin.
Es ist erschreckend, wie präsent die NS-Ideologie und die Folgen der NS-Politik noch sind. So feiern die GenossInnen noch heute den 1. Mai, den ihre Volksgenossen zum Feiertag erhoben hatten. Die omnipräsenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu durchbrechen, versuchen seit Jahren kleinere Gewerkschaften. Nun hat das Bundesarbeitsgericht der Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und PSA (CGZP) die Tariffähigkeit abgesprochen.Die Töchter des DGB bleiben Monopolgewerkschaften. Auch die Standesordnung von Juristen oder Medizinern basiert auf Regeln der Nationalsozialisten. Viele Leute denken, das wären Relikte des Mittelalters. Von wegen! Es sind Überbleibsel der NS-Tyrannei. Eine Entnazifiz… - pardon - Liberalisierung wäre angebracht.
Das Großhamburggesetz von 1937 wirkt ebenso bis heute nach. Holsteinische Städte wie Altona oder Wandsbek sind Geiseln des Molochs Hamburg. Dafür ist das verarmte Lübeck weiterhin eine schleswig-holsteinische Stadt.Hatte der preußische Ungeist Schleswig-Holstein schon 1866 politisch ruiniert, vervollkommneten die Nazis das Werk. Noch heute sorgen die Erben eines ostelbischen Bauern, der sich 1864, 1866 und 1870 als Kriegstreiber betätigte, für den politischen Niedergang. Erinnert sei an Deutschlands mutmaßlich “faulsten Abgeordneten”. Auch hatten sich 1945 viele alte NS-Kader in Schleswig-Holstein niedergelassen. Erinnert sei an “Dr Sawade”.
Viele Lebensbereiche sind voll des nationalsozialistischen Ungeistes. Der Verkehr ist einer! Noch heute meinen viele, das Automobil hätte Vorrang vor allen anderen Verkehrsmitteln. “Die Straße ist für Autos da”, schallt es dem Radfahrer auf der Fahrbahn entgegen. Der Hitlerismus ist kaum auszumerzen.
Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet. (Auszug aus einer Presseerklärung des Reichsverkehrsministerium zur Einführung der RStVO mit Hinblick auf die Olympiade 1936)
Verächtlich wird die Bahn mit ihren Problemchen schlechtgeredet, während Staus hingenommen werden. Daß beim heißgeliebten Flugzeug, Hitler flog im Wahlkampf viel, lange Wartezeiten eingeplant werden müssen, fällt unter den Tisch. Der Verkehrskollaps durch das Armutsmodell Automobilität ist eine Folge des Nationalsozialismus. Nach dem Krieg wurde der Volkswagen weiterhin produziert und weiterentwickelt. Albert Speers Geist lebte in der Stadtplanung der 1950er und 1960er Jahre weiter. Heute leiden die Kinder an Asthma und Allergien, weil sie an vielbefahrenen Straßen leben. Auch in der Verkehrspolitikwäre Entnazifizierung geboten. Den ersten Schritt machte 1997 Matthias Wissmann, der die von Herbert Frahms Regierung 1977 restaurierte Allgemeine Radwegebenutzungspflicht aufhob. Es geht dabei um die Frage, ob eine Verkehrsmittelapartheid auf Kosten der Sicherheit der Radfahrer tragbar ist. Die Forderung nach der Absenkung der innerörtlichen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h ist ein Schritt zur Entnazifizierung.
Auch in der Sprache wirkt der nationalsozialistische Ungeist nach. Wir sprechen von Kraftfahrzeugen statt von Automobilen, von Fahrrädern statt von Velos oder Bicycles. Auch Worte aus anderen Bereichen wurden eingedeutscht, für das Grammophon steht trostlos “Plattenspieler”.
Abtreibungen nach der PID werden praktiziert. Euthanasie ist also noch aktuell. Auch die Medizin müßte entnazifiziert werden.
Am schlimmsten sind jedoch die Denkverbote und Tabus als Folge des “Dritten Reiches”. Die direkten Erben der nationalsozialistischen Ideologie sind die 68er. Sie sind links, so wie eigentlich auch der Völkische Sozialismus der NSDAP. Sie bestimmen in den Medien, in den Konzernen und in der Politik nach dem Marsch durch die Institutionen darüber, was gesagt werden darf oder politisch unkorrekt. Sie hatten die CDU von Martin Hohmann “befreit”. Dieser aufrechte Christ wurde Opfer einer sozialistischen Hetzkampagne. Alle politische Vernunft wird als “rechts” gebrandmarkt.”Rechts” nennen die Meinungsmacher alles, was sie für nationalsozialistisch halten. Stalins Propagandamaschinerie benannte den völkischen Sozialismus in Faschismus um. Dabei hat er mit Faschismus kaum etwas zu tun. Die modernen Linken verwenden weiterhin das Etikett Faschist für Nazi, damit sie nicht eingestehen müssen, daß auch die völkischen Sozialisten ihrem Lager entstammen. Deswegen ist der Wandel Horst Mahlers auch kein weiter Weg gewesen.
Blutrote Sozialisten sind heute die Erben der braunen Brut. Zog in der Weimarer Republik die SA durch die Straßen, machen das heute AntiFa und Autonome. Kluge Köpfe schuffen den Begriff der “Roten SA” für die AntiFa. In den Medien jedoch überdramatisiert wird die Rolle des braunen Geschmeisses in Deutschland. Die NPD wäre ohne den Verfassungsschutz sicher schon untergegangen. Aber die Braunen Sozialisten werden benötigt. Mit dem “Kamppf gegen Rechts” dienen sie den Linken zur Pöstchenbeschaffung. Der internationale Sozialismus fördert seine Vertreter mit Forschungsstellen “gegen Rechts” oder anderen Institutionen.
Die echte Entnazifizierung der Gesellschaft scheitert, weil der totalitäre sozialistische Geist weiter lebt. Sozialisten, egal ob völkisch oder international, bedrohen unsere Freiheit. Deshalb bedarf es eines Sozialistengesetzes. Aber auch ein Wiederbetätigungsgesetz mit Blick auf mögliche Nachfolger von NSDAP und SED sollte angedacht werden.
Im Ständestaat heißt es dann: Nazis und Kommunisten ins Lager! Die Infrastruktur dafür hatten sie zumindest schon geschaffen. Im Lager können diese Verirrten Seelen dann über Schulungen vielleicht gerettet werden. Im Gegensatz zu den Roten und den Braunen morden wir nicht.
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Der Dritte Weg als Wirtschaftsform?
8.9.2010 by admin.
Angesichts der Tatsache, daß Sozialismus immer in Mörderregime mündet, sei es internationaler sei es nationaler Sozialismus, und der Individualismus eines ungezügelten Kapitalismus in Werteverlust und Staatsverfall zur Folge hat, müssen wir uns fragen, ob der Dritte Weg nicht gangbarer wäre. Dieser Dritte Weg ist aber gescheitert.
Zwar funktionierte der Korporativismus anfangs unter Salazar recht gut, doch führten die Begleitumstände dazu, daß der Geheimdienst Salazars durch Gräueltaten den Dritten Weg in Portugal beschädigte. Die Sozialisten ruinierten Portugal dann weiter. Bis heute gibt es in Portugal keine wirkliche Marktwirtschaft. Daher gehört Portugal zu den wirtschaftlichen Schlußlichtern Europas. Allerdings gab es in Portugal auch keine wirkliche marktwirtschaftliche Tradition. Bis zum Schreckensregime des Aufklärers Pombal gab es den Kronkapitalismus, unter ihm den Merkantilismus.
Franco in der benachbarten sozialen katholischen Monarchie Spanien dagegen setzte anfangs auf Korporativismus, ging aber zu marktwirtschaftlichen Reformen über. Vermutlich spielt dabei auch die Einbindung in die NATO eine Rolle. Diese vorsichtigen Ansätze von Reformen waren der Grundstock des relativen Wohlstandes Spaniens ab den 1990er Jahren. Natürlich halfen auch Gelder der EG. Die relativ stabile Demokratie Spaniens stützt sich auf die Monarchie und den Wohlstandszuwachs.
Über den Korporativismus in Italien unter Mussolini und etwa im Ungarn der Pfeilkreuzer oder im Ustascha-Kroatien weiß ich leider kaum etwas. Jedoch war der Korporativismus fast so marode wie der Sozialismus. Nur ist er nicht vollends so leistungsfeindlich wie der Sozialismus.
Die Marktwirtschaft mit ihren Prinzipien ist die natürliche Wirtschaftsform. Jemand gibt etwas, damit ein Anderer ihm etwas gibt. Dabei wird der Gegenwert aus Angebot und Nachfrage ermittelt. Unnatürlich wird Marktwirtschaft erst dann, wenn Bänker abstrakte Werte auf Papier hin und her schieben. Die Einfachheit des Prinzips Marktwirtschaft geht leider im Kauderwelsch der Finanzwelt unter.
Ludwig Erhardt (CSU), Wirtschaftsminister unter Adenauer und später selbst Kanzler war Ökonom und dazu christlich sozial orientiert. Als Ökonom war er ein Wirtschaftsliberaler, aber ein Neoliberaler. Die Bundesrepublik bekam einen freien Markt und ein soziales Netz. Letzteres ist ein Merkmal des Neoliberalismus. In der geschaffenen “Sozialen Marktwirtschaft” wird der Markt geringfügig beschnitten. Die Akteure auf dem Markt agieren
“Neoliberal” ist heute ein Schimpfwort der bundesrepublikanischen Linken. Unwissend greifen sie damit die “Kapitalisten” an. Dabei wird aber auch die “Soziale Marktwirtschaft” mit diesem Begriff attackiert. Und eben diese “Soziale Marktwirtschaft” hatten Herbert Frahm und später Helmut Schmidt ausgehöhlt. Heute ist die “Soziale Marktwirtschaft” mit üblen sozialistischen Einsprengseln versehen.
Wer ist auf dem Markt unterwegs? Die Wirtschaftsform Freie Marktwirtschaft krankt nicht an sich selbst, sondern an ihren Akteuren. Die Akteure auf dem Markt handeln heute weitestgehend unverantwortlich. Ihnen fehlen Werte. Wenn sie sich Hugo von Hoffmannthals “Jedermann” ansähen, verstünden die Akteure diev christliche Soziallehre schnell.
Der Dritte Weg kann keine Antwort auf moderne Probleme sein. Die “Soziale Marktwirtschaft” muß restauriert werden. Außerdem bedarf es einer geistig-moralischen Wende. Nur Akteure mit Werten können verantwortungsvoll auf dem Markt agieren.
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Die Parther
9.7.2010 by admin.
In den Schulen wird noch gelehrt, daß der Verfall Roms mit dem Sieg über den Rivalen Karthago begonnen hätte. Jedoch wird dabei ein großer Rivale im Osten ausgeblendet. Mußten die Griechen sich noch mit den Persern arrangieren oder herumärgern, hatte das antike Rom erst die hellenistischen Reiche wechselnd als Partner oder Gegenspieler, entstanden auf dem Territorium des riesigen Seleukidenreiches neue Reiche. Darunter war das Graeco-Bactrische Reich, welches grob im heutigen Afghanistan anzusiedeln war, aber auch das Partherreich, dessen Kernland grob im Norden des heutigen Irans lag.
Die Parther waren als Parner vermutlich skythische Nomaden aus dem Raum östlich des Kaspischen Meeres. Sie wanderten in die seleukidische Provinz Parthia ein und bauten langsam ein neues Reich auf, welches von Mesopotamien bis Indien reichte. Dabei übernahmen sie hellenistische Elemente wie das Diadem des Königs und alte persische Elemente wie den Thiara-artigen Filzhut. Die Verwaltung hatten schon Alexander Megalos und der Diadoch Seleukos Nikator von den Persern übernommen, welche Alexander geschlagen hatte. Es wurden die Satrapien als Provinzen übernommen. Die Parther übernahmen Provinzen und Vasallenkönigtümer. Die militärische Stärke machte die Reiterei aus.
Die Römer versuchten immer wieder ihre Grenze nach Osten zu verschieben. Am bekanntesten sind die Feldzüge in der späten Republik Marcus Antonius und später Trajans. Die römische Grenze war nach Osten gut gesichert. Etwa im heutigen Jordanien gibt es Überreste von vielen Kastellen.
Hauptsächlich bestimmen Münzen und ein paar Inschriften die Quellenlage. Hauptsächlich wird das Wissen über die Parther aber aus römischen Quellen gezogen.
Die Forschung beschäftigt sich seit einiger Zeit verstärkt mit dem Raum Persien und den dortigen Reichen. Da die Altorientalisten Persien, Parther und Sassaniden ausblenden, diese aber für das Verständnis griechischer und römischer Geschichte wichtig sind, nehmen sich die Althistoriker dieser Hochkulturen an.
Der Raum, welchen die Parther beherrschten, war die Schnittstelle zwischen dem antiken Mittelmeerraum und Indien oder gar China. Teile der Seidenstraße verliefen durch das Reich.
Das Partherreich verfiel wie das Seleukudenreich, weil Vasallenkönige und Satrapen sich selbständig machten. Begünstigt wurde das durch Thronstreitigkeiten und Bürgerkriege in den beiden ersten nachchristlichen Jahrhunderten. Dem Partherreich folgte das Sassanidenreich, welches ein Gegenspieler des spätantiken Roms blieb. Das Sassanidenreich wurde im 7. Jahrhundert von mohammedanischen Horden überrannt.
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Fragen zu alten Weltkarten?
20.11.2008 by admin.
In der Welt wird über die Revision der Waldseemüller-Karten berichtet.
Der Wissenschaftshistoriker Charles H. Hapgood stellte in Maps of the Ancient Sea Kings 1966 ähnliche Fragen zu diversen Karten. Dabei arbeitete er mit modernen Geographen zusammen. Das Buch erschien 2002 bei Zweitausendeins als “Die Weltkarten der alten Seefahrer” in deutscher Übersetzung und wurde in der WELT vorgestellt. Wegen der Rezension schaffte ich es mir an.
Für mich ist klar, daß wir untersuchen müssen, ob antikes Wissen in die Karten des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit einflossen. Neben Griechen, Phöniziern und Römern fuhren sicher auch andere Völker auf den Weltmeeren. Die Römer trieben Handel mit Indien. Die indigenen Völker Lateinamerikas berichten von bärtigen Kulturbringern. In Mexiko stehen Skulpuren mit negriden Gesichtszügen.
Wenn ich mich recht entsinne, sollen am Amazonas ein blasser, rothaariger Stamm hausen, die Cachapoya, deren Ahnen wohl Kelten gewesen sein sollen. Jeder weiß, daß Kelten in der gesamten Antike für alle möglichen Völker als Söldner dienten, darunter auch die seefahrenden Phönizier.
Die Kanaren waren in der Antike auch schon bekannt. Unter Berücksichtigung der Meeresströmungen dürfen wir wohl annehmen, daß es auch mal Schiffe nach Westindien verschlug. Nachgewiesenes Kokain in ägyptischen Mumien kann als Indiz für einen transatlantischen Handel gedeutet werden.
Eine weitere mögliche Erklärung für Seekarten über den europäischen Tellerrand hinaus bieten die Fahrten der Chinesen. Jedoch sind die Thesen von Gavin Menzies nicht unproblematisch und zum Teil schon widerlegt.
Die Fahrten der Portugiesen, aber auch europäischer Fischer bieten allerdings die naheliegende Erklärung für das Wissen um den Kontinent im Westen. Warum sollten die Portugiesen nicht versucht haben, im Bereich Mittelamerikas eine Durchfahrt zu suchen. Kolumbus holte sich einen Teil seines Wissens auch von den Portugiesen. Die Portugiesen waren an der Expedition Didrik Pinings und Hans Pothorst unter Christian I. nach Grönland und Vinland beteiligt.
Und natürlich gefiel es den portugiesischen Seefahrern nicht, wenn ihr Wissen an fremde Mächte geriete. Man denke nur an die aufkommende Konkurrenz des 16. Jahrhunderts!
Ostrom war bis auf die Eroberung während des Vierten Kreuzzuges kontinuierlicher Transporteur antiken Wissens. Es tauchen im Hoch- und Spätmittelalter plötzlich wieder Errungenschaften der Antike auf, darunter Armbrüste oder Windmühlen. Das kam nicht von den Mohammedanern, sondern von den “Griechen” zurück nach Europa.
Europäische Händler waren überall in Eurasien aktiv. Am bekanntesten ist Marco Polos Ausflug nach China. Genua entsandte Galeerenexpeditionen, dokumentiert ist jene der Gebrüder Vivaldi.
Die indigenen Kulturen Lateinamerikas trieben Nachweisleich Küstenhandel von Peru bis Mexiko. Wieso sollte nicht geographisches Wissen über Indios an Europäer gelangt sein? Schließlich traten die Europäer nicht nur als Eroberer auf, sondern sie fanden auch Verbündete. Ein Inka soll sogar auf dem Floß bis Polynesien gefahren sein.
Wir nehmen immer leichtfertig an, Geschichte und vor allem die technische und wissenschaftliche Entwicklung sei ein fortlaufender Prozeß. Aber es gab immer wieder Einbrüche in der Menschheitsentwicklung. Sei es durch Naturkatastrophen, sei es durch Kriege oder Völkerwanderungen. Die Völkerwanderung der Spätantike und die arabische Expansion haben viel Wissen zunichte gemacht. Manches Wissen überlebte in Nischen.
Buchtips:
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