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Endlich klären die Medien auf

Dieser Eintrag stammt von admin Am 27.5.2011 @ 02:27 In Verkehrspolitik, Sonstiges | Keine Kommentare

 Nachdem wir in der letzten Zeit soviel unqualifizierte Propaganda gegen “Radrowdys”, “Radlrambos” oder “Fahrradanarchisten” lesen durften, bietet n-tv einen relativ gut  recherchierten Artikel zur Radwegeproblematik auf seiner Internetpräsenz. Der Bayerische Rundfunk hatte schon im April einen entsprechenden Beitrag geliefert, der aber ein wenig schwächelt. Es entstehen kaum Kosten, da nur die Verkehrszeichen abgebaut werden müssen,für die seit 1998 massiv Steuergelder verschwendet wurden. Außerdem dürfen die von Innenminister Hermann angesprochenen Schüler weiterhin auf dem Radweg fahren, genau wie jeder andere Radler auch. Nur muß sich niemand mehr zwangsweise auf dem betreffenden Radweg gefährden lassen.
Die im Text angesprochene “überhöhte Geschwindigkeit” ist ein Witz. Autofahrer halten die innerörtliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h für eine Mindestgeschwindigkeit und bekommen alle Voraussetzungen erfüllt, derart rücksichtslos zu rasen. Warum soll ein Fahrradfahrer nicht mit 40 km/h fahren dürfen? Besonders, wenn das nicht nur umweltfreundlichere Verkehrsmittel Fahrradfahrer konkurrenzfähig sein soll, dann darf der “Torkelradler” nicht der Standard sein. Selbst die radelnde Oma torkelt nicht mehr mit 14 km/h herum, entweder ist sie fit oder setzt auf ein Pedelec. Mit diesen hohen Geschwindigkeiten schwimmt der Fahrradfahrer im übrigen Verkehr mit.

Radwege sind reine Todesstreifen. Sie dienen auch nur den Autofahrern. Wer die Unfallberichte aufmerksam liest, stellt schnellfest, daß verunfallte Radfahrerauf dem Radweg unterwegs waren. Zu den radwege-typischen Unfällen gehört die Kollision mit dem abbiegenden Kraftfahrzug, weil der Automobilist nicht den Vorrang des Fahrradfahrer berücksichtigt hat. Dazu kommen die Konflikte mit Fußgängern, welche auf dem Hochbord keinen Unterschied zwischen Gehweg und Radweg sehen. Deswegen verlangt die Verwaltungsvorschrift übrigens die klare bauliche Trennung. Ein Negativbeispiel ohne klare Trennung können wir in der Hollerstraße bewundern. Für alte Menschen und Sehbehinderte wirken rotes und graues Pflaster nicht nur bei Nässe gleich.

Fahrradfahren ist übrigens sehr sicher! Zwar sind 10 % der Verkehrstoten  Fahrradfahrer, der Verkehrsanteil des Radverkehrs liegt aber inzwischen deutschlandweit bei geschätzten  12 bis 14 %. Und gesund ist Fahrradfahren dazu. Bis 6 km ist die Fahrt mit dem Fahrrad innerorts dank Abkürzungen auch nicht langsamer als mit dem teuren Automobil, bis 3 km Distanz ist das Fahrrad sogar schneller.

Ich möchte zum Schluß auf die sehr gute Seite www.schilderwiki.org eines Büdelsdorfers hinweisen. Der Macher zeigt auf, wie absurd einige Verkehrszeichenkombinationen sind. Die Aktivengruppe Rendsburg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs e.V. (ADFC) hat auch eine Internetpräsenz.


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