Sie befinden sich aktuell in den Torbens Sicht der Dinge Blog-Archiven für den folgenden Tag 8.9.2010.
- Bundespolitik (23)
- HiFi, PC & Technik (1)
- Historia (4)
- IMPRESSUM (1)
- Islam (10)
- Kommunalpolitik RD (49)
- Kultur (11)
- Landespolitik (21)
- Musik (5)
- Politik (59)
- Pranger (15)
- Sonstiges (54)
- Unterhaltung (5)
- Verkehrspolitik (54)
- ZENTRUM (12)
- 14.4.2012: Ramsauer
- 16.8.2011: SHMF 2011
- 15.6.2011: Volksinitiative zu CO2-Endlager
- 27.5.2011: Erstes Critical Mass in Rendsburg?
- 27.5.2011: Endlich klären die Medien auf
- 27.5.2011: Mal wieder ein regelunkundiger Pöbler
- 3.5.2011: Tempolimit auf Autobahnen?
- 2.5.2011: Osama Bin Laden endlich erwischt
- 2.5.2011: Tätlicher Angriff auf Teilnehmer einem Critical Mass in Dresden
- 28.4.2011: Die "Radler-Rambo"-Hetzkampagne in den Medien
- April 2012
- August 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Dezember 2009
- Oktober 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- November 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
Archive für 8.9.2010
Der Dritte Weg als Wirtschaftsform?
8.9.2010 by admin.
Angesichts der Tatsache, daß Sozialismus immer in Mörderregime mündet, sei es internationaler sei es nationaler Sozialismus, und der Individualismus eines ungezügelten Kapitalismus in Werteverlust und Staatsverfall zur Folge hat, müssen wir uns fragen, ob der Dritte Weg nicht gangbarer wäre. Dieser Dritte Weg ist aber gescheitert.
Zwar funktionierte der Korporativismus anfangs unter Salazar recht gut, doch führten die Begleitumstände dazu, daß der Geheimdienst Salazars durch Gräueltaten den Dritten Weg in Portugal beschädigte. Die Sozialisten ruinierten Portugal dann weiter. Bis heute gibt es in Portugal keine wirkliche Marktwirtschaft. Daher gehört Portugal zu den wirtschaftlichen Schlußlichtern Europas. Allerdings gab es in Portugal auch keine wirkliche marktwirtschaftliche Tradition. Bis zum Schreckensregime des Aufklärers Pombal gab es den Kronkapitalismus, unter ihm den Merkantilismus.
Franco in der benachbarten sozialen katholischen Monarchie Spanien dagegen setzte anfangs auf Korporativismus, ging aber zu marktwirtschaftlichen Reformen über. Vermutlich spielt dabei auch die Einbindung in die NATO eine Rolle. Diese vorsichtigen Ansätze von Reformen waren der Grundstock des relativen Wohlstandes Spaniens ab den 1990er Jahren. Natürlich halfen auch Gelder der EG. Die relativ stabile Demokratie Spaniens stützt sich auf die Monarchie und den Wohlstandszuwachs.
Über den Korporativismus in Italien unter Mussolini und etwa im Ungarn der Pfeilkreuzer oder im Ustascha-Kroatien weiß ich leider kaum etwas. Jedoch war der Korporativismus fast so marode wie der Sozialismus. Nur ist er nicht vollends so leistungsfeindlich wie der Sozialismus.
Die Marktwirtschaft mit ihren Prinzipien ist die natürliche Wirtschaftsform. Jemand gibt etwas, damit ein Anderer ihm etwas gibt. Dabei wird der Gegenwert aus Angebot und Nachfrage ermittelt. Unnatürlich wird Marktwirtschaft erst dann, wenn Bänker abstrakte Werte auf Papier hin und her schieben. Die Einfachheit des Prinzips Marktwirtschaft geht leider im Kauderwelsch der Finanzwelt unter.
Ludwig Erhardt (CSU), Wirtschaftsminister unter Adenauer und später selbst Kanzler war Ökonom und dazu christlich sozial orientiert. Als Ökonom war er ein Wirtschaftsliberaler, aber ein Neoliberaler. Die Bundesrepublik bekam einen freien Markt und ein soziales Netz. Letzteres ist ein Merkmal des Neoliberalismus. In der geschaffenen “Sozialen Marktwirtschaft” wird der Markt geringfügig beschnitten. Die Akteure auf dem Markt agieren
“Neoliberal” ist heute ein Schimpfwort der bundesrepublikanischen Linken. Unwissend greifen sie damit die “Kapitalisten” an. Dabei wird aber auch die “Soziale Marktwirtschaft” mit diesem Begriff attackiert. Und eben diese “Soziale Marktwirtschaft” hatten Herbert Frahm und später Helmut Schmidt ausgehöhlt. Heute ist die “Soziale Marktwirtschaft” mit üblen sozialistischen Einsprengseln versehen.
Wer ist auf dem Markt unterwegs? Die Wirtschaftsform Freie Marktwirtschaft krankt nicht an sich selbst, sondern an ihren Akteuren. Die Akteure auf dem Markt handeln heute weitestgehend unverantwortlich. Ihnen fehlen Werte. Wenn sie sich Hugo von Hoffmannthals “Jedermann” ansähen, verstünden die Akteure diev christliche Soziallehre schnell.
Der Dritte Weg kann keine Antwort auf moderne Probleme sein. Die “Soziale Marktwirtschaft” muß restauriert werden. Außerdem bedarf es einer geistig-moralischen Wende. Nur Akteure mit Werten können verantwortungsvoll auf dem Markt agieren.
Geschrieben in Historia, Politik, Bundespolitik, Sonstiges | Drucken | Keine Kommentare »