Sie befinden sich aktuell in den Torbens Sicht der Dinge Blog-Archiven für den folgenden Tag 1.8.2010.
- Bundespolitik (23)
- HiFi, PC & Technik (1)
- Historia (4)
- IMPRESSUM (1)
- Islam (10)
- Kommunalpolitik RD (49)
- Kultur (11)
- Landespolitik (21)
- Musik (5)
- Politik (59)
- Pranger (15)
- Sonstiges (54)
- Unterhaltung (5)
- Verkehrspolitik (54)
- ZENTRUM (12)
- 14.4.2012: Ramsauer
- 16.8.2011: SHMF 2011
- 15.6.2011: Volksinitiative zu CO2-Endlager
- 27.5.2011: Erstes Critical Mass in Rendsburg?
- 27.5.2011: Endlich klären die Medien auf
- 27.5.2011: Mal wieder ein regelunkundiger Pöbler
- 3.5.2011: Tempolimit auf Autobahnen?
- 2.5.2011: Osama Bin Laden endlich erwischt
- 2.5.2011: Tätlicher Angriff auf Teilnehmer einem Critical Mass in Dresden
- 28.4.2011: Die "Radler-Rambo"-Hetzkampagne in den Medien
- April 2012
- August 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Dezember 2009
- Oktober 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- November 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
Archive für 1.8.2010
[SHMF 2010] K 54 “Romantische Bekenntnisse” - Lebendige Interpretation
1.8.2010 by admin.
Am gestrigen Samstag hatte ich dank Schleswig-Holstein-Musikfestival wieder die Gelegenheit, gute Musik auf hohem Niveau interpretiert zu erleben. Ein Desaster war das Treffen mit meinen Begleitern in der Hauptwache vor dem Konzert. Wir bestellten um kurz nach 18:30 dort unsere Speisen, als einziger erhielt ich meine Pizza picante ca. 19:10, die anderen Vier wurden erst ca. 19:35 bedient. Offensichtlich war die Hauptwache nicht auf den Ansturm vieler Gäste eingestellt. S0 kamen wir recht spät in die Christkirche, knapp vor 20 Uhr. Dort waren unsere Plätze belegt und eine Dame mußte mehrmals aufgefordert werden.
Die mir vertraute Reformationssymphonie des lutheranisch getauften Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde sehr zügig in den Tempi dirigiert, was der Lebendigkeit des Werkes gut tat. Es wirkte nicht verfremdet, sondern authentischer. Christopher Hogwood nutzte auch den Raum in der Dynamik aus. Leise Töne blieben piano, ein Fortissimo wirkte wie ein Fortissimo. Auch diese Bandbreite der Dynamik nutzte dem Werk. Die Modulation des Themas des ersten Satzes waren fein herausgearbeitet, der fast strenge barocke Charakter des ersten Satzes dieser romantischen Sinfonie wurde deutlich, das Orchester spielte sauber.
Die Missa Sacra Robert Schumanns war für mich Neuland. Wegen seiner räumlichen Nähe zu Brahms - Ich verachte Brahms! - war Schumann bisher für mich tabu. Das, was ich hörte, war aber nun gar kein Brahms, sondern ein Geistliches Werk, welches mir gefiel. Auch hier wurde die Dynamik voll ausgekostet und sauber musiziert. Nur einmal schien einem Streicher ein Malheur geschehen zu sein. Die Orgel klang sauber und niemals aufdringlich; unsauberen Klang hatte ich für Faurés Requiem monieren müssen. Schön war das Offertorium der von Orgel und Cello begleiteten Solistin. Die Leistungen des Chores, aber auch des Orchesters waren überragend.
Erfreulich war auch, daß die Zahl der Konzertbehuster nicht wahrnehmbar war. Haben diese lästigen Banausen Hausverbot? Auch “Fehler” beim Applaus blieben aus. Auch wenn ich mir weniger deutsche Verkrampftheit wünschte. Schließlich sind diese Regeln eine Unsitte des späten 19. Jahrhunderts. Musik ist schließlich keine lästige Pflichtübung, sondern ein Genuß. Und da sollen Emotionen auch ausbrechen dürfen. Lästige Pflichtübung schien der Konzertbesuch für einige Besucher in den ersten Reihen des Mittelschiffes zu sein. Dort wurde wild im Programmheft geblättert und auf die Uhr geblickt.
Geschrieben in Kultur, Musik | Drucken | Keine Kommentare »