Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Torbens Sicht der Dinge für August, 2010.
- Bundespolitik (22)
- HiFi, PC & Technik (1)
- Historia (4)
- IMPRESSUM (1)
- Islam (10)
- Kommunalpolitik RD (49)
- Kultur (11)
- Landespolitik (21)
- Musik (5)
- Politik (58)
- Pranger (15)
- Sonstiges (53)
- Unterhaltung (5)
- Verkehrspolitik (53)
- ZENTRUM (12)
- 16.8.2011: SHMF 2011
- 15.6.2011: Volksinitiative zu CO2-Endlager
- 27.5.2011: Erstes Critical Mass in Rendsburg?
- 27.5.2011: Endlich klären die Medien auf
- 27.5.2011: Mal wieder ein regelunkundiger Pöbler
- 3.5.2011: Tempolimit auf Autobahnen?
- 2.5.2011: Osama Bin Laden endlich erwischt
- 2.5.2011: Tätlicher Angriff auf Teilnehmer einem Critical Mass in Dresden
- 28.4.2011: Die "Radler-Rambo"-Hetzkampagne in den Medien
- 24.3.2011: Ein Maßstab guter Verkehrspolitik?
- August 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Dezember 2009
- Oktober 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- November 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
Archive für August 2010
Auch Mensing strahlt nun vom Plakat
24.8.2010 by admin.
Leider hatte ich nur das Mobiltelephon dabei. Und die Lichtverhältnisse waren nicht gut. Deshalb ist die Qualität mies.
Mitbewerber Mensing hat leider übersehen, daß auch Klaus Schädel parteilos ist. Nur wird er vom ZENTRUM unterstützt. Andreas Breitner verleugnet dagegen seine SPD. Aber vielleicht trennt der Amtsinhaber tatsächlich zwischen seinem Beruf Bürgermeister und seiner Tätigkeit in der Partei. Ich unterstelle Andreas Breitner absichtlich nicht, daß er aus wahltaktischen Gründen auf das SPD Logo verzichte. Das ist schließlich mein seriöser Blog und nicht das “Kanalgeflüster in der Landeszeitung.
Der Vollständigkeit halber noch die Plakate “meines” Schädels und des Amtsinhabers:
Geschrieben in Politik, Kommunalpolitik RD | Drucken | 1 Kommentar »
Der Wahlkampf wird interessant
24.8.2010 by admin.
Während nach dem äußerst schlechten Bericht über ihn in der LZ von Mitbewerber Mensing nichts zu sehen und zu hören ist, ist Andreas Breitner weiterhin omnipräsent. Allerdings ist auch Klaus Schädel in Rendsburg unterwegs und spricht mit den Bürgern. Der Zuspruch ist auch sehr groß. Dieser Zuspruch für Klaus Schädel macht die Breitner-Fraktion nervös. Da instrumentalisiert dann schon einmal ein “Journalist” eine Kolumne für den Wahlkampf und scheut vor falschen Behauptungen nicht zurück. Da solle ein Widerspruch gegen ein Wahlergebnis vorliegen, obwohl die Wahl noch gar nicht stattfand. Dabei wurde in einem Schreiben gegenüber der Wahlleitung nur angemerkt, daß der Kandidat die “Kooperation” zwischen dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag und der Stadtverwaltung bei der nach § 53a GO vorgeschriebenen Vorstellungsveranstaltung für die Kandidaten als unzulässig erachtet.
Genau diese Journaille, welche die Veranstaltung moderieren soll, hatte den Mitbewerber Mensing äußerst unvorteilhaft vorgestellt. Das Photo war sehr unglünglich gewählt, die Formulierungen im Analysebericht helfen, den Kandidaten unschädlich zu machen. Andreas Breitner dagegen wurde sehr vorteilhaft dargestellt. Nun wollte Klaus Schädel aufgrund seiner Erfahrungen mit den Schmierfinken genau solch einen Analysebericht nicht akzeptieren. Er bat um den Abdruck eines Klartext-Interviews und darum, daß er das Photo authorisieren dürfe. Doch Gero Trittmaack bestand auf die Bedingungen seines Arbeitgebers shz. Genau dieser Gero Trittmaack soll die rechtlich vorgeschriebene Vorstellungsveranstaltung moderieren. Viele Rendsburger haben das Spiel erkannt. Sie nahmen Klaus Schädels “Verweigerung” positiv auf. Und genau das macht den Leuten hinter Andreas Breitner Angst. Also legten die Breitner-Fans in einer Kolumne am letzten Samstag nach und holten zum Tiefschlag aus. Wer solche Unterstützer hat, Herr Breitner, der braucht keine Feinde! Sie tun mir leid. Ein Teil Ihrer Unterstützer, Herr Breitner, bereitet Ihnen einen äußerst unwürdigen Abgang aus dem Bürgermeisteramt!
Andreas Breitner ist ein guter Bürgermeister. Die SPD hätte damals gegen Jochen von Allwörden von der orangen CDU auch einen Verlegenheitskandidaten ins Rennen schicken können. Der stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Andreas Breitner ist in den Medien präsent. Daß er vorrangig als “Bürgermeister von Rendsburg” zitiert wird, zeigt, daß er seiner Aufgabe in Rendsburg wirklich einen hohen Stellenwert zuschreibt. Das rechnen wir ihm hoch an. Auch gehen wir davon aus, daß er nicht mit allen Vorgehensweisen seiner “Unterstützer”einverstanden ist.
Nun bietet sich ein Bürger an, ein besserer Bürgermeister zu werden. Ich hatte lange über Klaus H. Schädel recherchiert, bevor ich den Kontakt intensivierte. Den Kontakt von Herrn Schädel und dem ZENTRUM gibt es schon länger. Es war mein Vorgänger als Landesvorsitzender Uwe Barisch, der Klaus Schädel umwarb. Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe nahm Klaus Schädel mit mir Kontakt auf. Der Wahlkampf in Bad Oldesloe fiel in eine Zeit, in der Klaus Schädel nach Großhansdorf umzog. Dieser Umzug war auch nötig geworden, da es gehäuft Sachbeschädigungen an Klaus Schädels Eigentum gab.
Schreibende Brandstifter haben Sachbeschädigungen und Pöbeleien mitzuverantworten. Zum Glück sind es aber nur wenige Bürger, die auf die Journaille oder Blogger hereinfallen. Der Zuspruch für Klaus Schädel ist sehr groß. Dennoch sind Sachbeschädigungen auch schon in Rendsburg vorgekommen. So haben Verfassungsfeinde die Plakate von Klaus Schädel beschädigt, aber ebenso jene von Andreas Breitner.Wer den Preis der Plakate kennt, weiß, wie ärgerlich so etwas ist.
Die Plakatiererei ist ein Elend. Sie dient dazu, das Gesicht des Kandidaten bekannt zu machen. Ein Fehler, der mir bei der Kommunalwahl 2008 unterlief. Schönstedt machte sich am letzten Samstag über das Ergebnis lustig. Dabei hatte sein Käseblatt damals meine Kandidatur völlig ausgeblendet. Allen Antretenden Parteien und Gruppen wurde in der Landeszeitung ein Podium geboten, nur dem ZENTRUM nicht. Dabei waren aus Pressemeldungen die Kontaktdaten bekannt. Die Manipulation durch die Vierte Gewalt wird offensichtlich.
Auffällig beim Plakatieren war, daß im Regelfall die Plätze an den Plakatwänden alphabetisch vergeben waren. Nur am Fußgängertunnel, an der Stelltafel Hindenburgstraße waren die Aufkleber mit den Nachnamen abgekratzt. Andreas Breitner wurde auf dem Drittel plakatiert, welches am besten einzusehen ist. Übrigens sollte erst ab dem 16. August plakatiert werden dürfen, im “Analysebericht” der Kandidatenvorstellung Breitners kündigte dieser an, seine Plakate würden ab dem 16. angebracht. Wegen einer bevorstehenden Abwesenheit bat Klaus Schädel die Stadtverwaltung, daß er schon am Wochenende des 14. und 15. Augustes kleben dürfte. Da klebten die Plakate des Amtsinhabers wohlgemerkt schon. Offensichtlich wollte sein Team dem Amtsinhaber die besten Plätze sichern.
Die Tatsache, daß der Kandidat Schädel sich auch 50 zusätzliche Plakatständer genehmigen ließ, scheinen den Amtsinhaber bewogen zu eben, ebenso zusätzliche Plakatständer aufzustellen. Nun ist Rendsburg mal in einem Wahlkampf bunter. Die Materialschlacht ist eröffnet! Leider hatte ich, als ich davon ausging, daß das ZENTRUM keinen Kandidaten mehr fände, einem Ratsherrn der SPD ungefähr erzählt, welch großer Etat im Falle einer Kandidatur dem ZENTRUM zur Verfügung gestellt würde. Die hochwertige Broschüre Breitnes und die Gummibärchen sprechen dafür, daß Andreas Breitner die Herausforderung annimmt. Das Wahlteam Klaus Schädel hat erst einmal einen quadratischen Flyer an fast alle Rendsburger Haushalte verteilt, um darauf aufmerksam zu machen, daß es einen weiteren Kandidaten gibt und von wem er unterstützt wird. Die Bürger reagieren offen bis begeistert, daß es einen Mitbewerber gibt. Und dann ist Klaus Schädel auch noch einer von Ihnen, kein Verwaltungsfachwirt oder Kader einer Systempartei. Den Kader einer Systempartei merkt man Andreas Breitner zugegebenermaßen auch nicht an, im Gegensatz zur oangen pseudochristdemokratischen Konkurrenz entwickelt sich die SPD aber auch erfreulich und bürgernah. Mißerfolge nach Schröder haben wohl zum Umdenken im Herbert-Frahm-Haus geführt. Der SPD-Landesvorsitzende Stegner durfte die Methoden der Journaille auch am eigenen Leibe erfahren. Vermutlich weil er im Gegensatz zum Büffet-Ministerpräsidenten bürgernah ist. Wie die Journaille der Monopolpostille Landeszeitung nun mit seinem Mitbewerber Klaus Schädel umgeht, dürfte ihm nicht behagen. Denn er weiß, was ihn erwartet, wenn der Wind sich gegen ihn wendet.
Die Homepage des Amtsinhabers wurde rechtzeitig zur Wahlkampferöffnung professionell gestaltet. Klaus Schädels Seite dagegen hatte ihren Termin für das Lifting erst in dieser Woche. Dieses weidete der “Schweinejournalismus” (Lafontaine) am vorherigen Samstag natürlich aus, Schädel sei noch nicht in Rendsburg angekommen (LZ). Auffällig ist, daß auf der Homepage von Andreas Breitner unter “Presse“der “Analysebericht” zum Mitbewerber Mensing nicht erwähnt wird. Dagegen erscheinen die Beiträge über den Kandidaten Schädel.
Die Internetpräsenz des Amtsinhabers läßt auch einige Schlüsse zu. In seinem Blog dürfen wir entnehmen, was seine Tochter über die Plakate sagt:
[…] Interessant, was die zweieinhalbjährige Greta heute so auf dem Weg in die Innenstadt beschäftigt hat: “Mama, da hängt ein Bild von Papa.” Dann ein beschädigtes Plakat vom Mitbewerber Schädel. “Beim anderen Papa ist das Bild kaputt!”.
Die mutwilligen Sachbeschädigungen sind also auch nicht der Familie Breitner entgangen. Aber warum bringt der Kandidat Breitner das? Er will deutlich machen, daß er trotz Wahlkampf und Amt noch am Familienleben teilnimmt. Unterschwellig kommt aber auch - bewußt oder unbewußt - das durch, was die Journaille uns weismachen will: Da sei der strahlende Saubermann Breitner, der Schädel sei ein kaputter Typ.
Klaus Schädel macht nur das, was wir alle machen sollten. Er steht für seine Überzeugungen ein. Und deswegen tritt er zu Wahlen an. Klaus Schädel meckert nicht einfach, er versucht etwas zu verbessern. Er hat sich mit der CDU angelegt, weil er hinterfragte, wieso eine Ahrensburger Politgröße enge Geschäftskontakte zu Scientologen pflegt. Dafür wurde er aus dem orangen Sauladen ausgeschlossen.
In der Deutschen Zentrumspartei sammeln sich auch Menschen, die von der Wertelosigkeit und Korruption in unserem Lande die Schnauze voll haben. Das ZENTRUM steht seit seiner Gründung für Recht, Freiheit und Wahrheit ein. Dafür saßen Zentrumspolitiker im KZ oder waren wie Adenauer freie Gefangene in der Inneren Emigration. Heute müssen sie sich vom “Schweinejournalismus” verhöhnen lassen. Aber wir sind stärker. Hinter uns stehen die Bürger, hinter der Journaille nur die Ideologen. Wegen der großen gemeinsamen politischen Schnittmenge mit dem ZENTRUM arbeitet Klaus Schädel mit dem ZENTRUM zusammen.
In der Galerie von Andreas Breitner ist die Reihenfolge “Meine Stadt”, “Mein Beruf” und “Meine Familie” interessant. Wäre Schönstedt auf Schädels Seite - Auf solche “Unterstützer” verzichten wir aber gerne! - hinterfrüge er im Kanalgeflüster vermutlich die Wichtung. Zwei der privaten Bilder würde er herausgreifen. Das Bild unter der Dusche und das Bild im Schwimmbecken halte auch ich für zu persönlich und intim, als daß sie veröffentlicht werden sollten.
Das Inhaltliche, also die Sachfragen sollten vorrangig behandelt werden. Das ist die Meinung von Klaus Schädel und mir sowie sicher der übrigen Deutschen Zentrumspartei. Die Dreckschleuderei überlassen wir denen, die das als ihre Berufung betrachten.
Auf seiner Homepage meint Andreas Breitner, der Tourismus muß gefördert werden. Das ist völlig richtig. Aber wieso werden die nachweislich kaufkraftstarken Fahrradtouristen nicht vom NOK, von der Eider oder vom Ochsenweg in die Innenstadt gelotst? Wieso werden die wenigen Fahrradtouristen dann auch noch durch völlig wilkürliche Radverkehrsführungen aus den 1970er Jahren ferngehalten?
Der Radverkehr in Rendsburg ist sowieso ein Thema. 1997 gab es die sogenannte “Fahrradnovelle der Straßenverkehrsordnung”. Demnach sind Fahrräder gleichberechtigte Fahrzeuge, die auf der Fahrbahn fahren müssen. Radwege dürfen benutzt werden. Nur ausnahmsweise kann die Straßenverkehrsbehörde eine Radwegebenutzungsplicht anordnen. Hier in Rendsburg stehen abe an jedem noch so unzumutbaren Radweg die Gebotszeichen, die eine Radwegebenutzungspflicht anordnen. Und das, obwohl wissenschaftlich belegt ist, daß Radwege gefährlich sind. Seit mindestens zwei Jahren ist der Stadtverwaltung dieser Umstand bekannt. Bisher hat sich an der Beschilderung nichts geändert. Kurz: Der Verwaltungschef Breitner weiß von der Unrechtmäßigkeit der Radwegebenutzungspflichten im Stadtgebiet, aber aufgehoben werden sie nicht. Da werden Widerspruchsverfahren und Klagen riskiert. Auch einige Straßenbauprojekte wurden in der Vergangenheit zum Nachteil der Fahrradfahrer durchgeführt. Am Thormannplatz sollen Radfahrer nach den Wünschen der Verantwortlichen zig Ampeln kreuzen. Allerdings liegt dieser Mißstand nicht in der alleinigen Verantwortung der Stadt. Und seitens der Stadtverwaltung, das muß ich Herrn Breitner zugestehen, zeigt sich Besserung.
Bei Andreas Breitners Forderung nach dem Ausbau des Radwegenetzes wird nicht klar, welche Radwege gemeint sind. Radwege an Straßnzügen sind abzulehnen. Diese kritisiert auch der Landesrechnungshof. Auf der Fahrbahn ist das Radfahren sicherer als auf einem fahrbahnbegleitenden Radweg. Wenn der Amtsinhaber weiterhin kombinierte Geh- und Radwege abseits der Straßen schaffen will, bremst er die Radfahrer unnötig aus und gefährdet die Fußgänger. Wenn er allerdings ein echtes Netz von Fahrradschnellwegen meint, dann genießt er meine Unterstützung. Außerdem bedarf es dringend einer festen Kanalquerung für den Radverkehr.
Die Obereider liegt noch brach, da soll mit der Eiderkaserne die nächste Baustelle aufgemacht werden. Die Finanzen sind knapp und werden knapper. Die Verschuldung ist massiv gestiegen. Und sie soll weiter steigen.
Und es gibt noch vieles mehr, was schief läuft. Das ZENTRUM und Klaus Schädel werden in der nächsten Zeit weiter darauf eingehen. Hier habe ich mich vorerst vorrangig mit meinem Schwerpunktthema (Rad-)Verkehrspolitik beschäftigt.
Nachtrag: Die angesprochenen beiden Photos wurden ganzplötzlich aus der Galerie entfernt. Da hatte wohl die wachsame Hohe Kayserliche Sittenkomission eingegriffen.
Geschrieben in Politik, Kommunalpolitik RD | Drucken | Keine Kommentare »
Die Vierte Gewalt betreibt Wahlkampf
21.8.2010 by admin.
Im heutigen “Kanalgefüster” (Landeszeitung) läßt sich Jan F. Schönstedt über Sperrmüll und Klaus Schädel aus. Das geschieht in der unnachahmlichen Objektivität der Qualitätspresse. Damit macht Jan F. Schönstedt klar, wie er über die Mitbewerber seines Breitners denkt. Mit Journalismus hat das nichts zu tun.
Auch Helmut Kohl warf seinen Hut mehrmals in den Ring, bevor er Bundeskanzler wurde. Christian Wulff unterlag mehrmals Gerhard Schröder. Heute ist Christian Wulff Bundespräsident. Und bei den Bürgermeisterwahlen verhält es sich ein klein wenig anders. Doch bewerben sich die Kandidaten um die Stelle als Verwaltungschef. Der finanziell unabhängige Unternehmer Klaus Schädel hat für sich entschieden, daß er den Wählern eine Alternative bieten möchte. Er hat dabei auch den Willen zum Sieg. Er will es besser als die Vertreter der Etablierten machen. In Ahrensburg holte Klaus Schädel übrigens mit 2349 Stimmen 12,54 %, das verschweigt Jan F. Schönstedt natürlich. Die ihm - als Anhänger der “erfolgreichen” Großen - mickrig erscheinenden 1,9 % in Bad Oldesloe benennt er natürlich.
Klaus Schädel entschied sich, trotz der Distanz auch in Rendsburg anzutreten, weil er hier Unterstützung erfährt. Außerdem gefällt ihm die Innenstadt, sie sei unverwechselbar. Ahrensburg habe leider einen derartigen Stadtkern nicht mehr. Wäre Klaus Schädel ein Bürgermeisterwahl-Hopper, träte er auch in Flensburg an. Die 155 Unterstützungsunterschriften kamen in Rendsburg übrigens sehr schnell zusammen. Daß seine Homepage noch nicht auf dem aktuellen Stand ist, ist sicher ein Makel. Aber daran wird gearbeitet. Mitbewerber Mensing hat noch nicht mal plakatiert.
Die Deutsche Zentrumspartei stand Klaus Schädel von Anfang an in Rendsburg personell und materiell zur Seite. Das läßt sich auch der Internetpräsenz des Landesverbandes Schleswig-Holstein des ZENTRUMs entnehmen. Und wenn die Lokalredaktion des Monopolblattes ihr zugesandte Pressemeldungen läse, wüßte sie das auch. Verteilt haben die Fkugblätter des ZENTRUMs übrigens vorrangig die Damen vom “Wahlteam Klaus Schädel”.
Es ist wahr, daß das ZENTRUM bei der Kommunalwahl 2008 in Rendsburg nicht besonders gut abschnitt. Allerdings war nur ein Kandidat in einem Wahlkreis im Stadtgebiet angetreten. Schon damals durfte ich mich mit der “unabhängigen” Journaille herumärgern. Daß er mein Landtagswahlergebnis ausblendet, kann ich nachvollziehen, denn aufgrund des schleswig-holsteinischen Wahlrechtes durften wir nicht als ZENTRUM antreten, und ich holte die 77 Stimmen als parteiloser Einzelbewerber. Dabei hatte ich nur plakatiert und an ein paar Haustüren geklingelt. Zur Bundestagswahl 2009 bekam Hans-Werner Jarmer im Direktwahlkreis 1 Flensburg-Schleswig mit 369 Stimmen 0,2%. - Zur Bürgermeisterwahl in Rendsburg traten wir bisher massiv auf. Der Wahlkampf wurde professionalisiert. Wir sind für die Bürger ansprechbar, die Gesichter werden bekannt gemacht.
Ein Widerspruch in Bad Oldesloe ist übrigens nicht gescheitert. Er wird noch bearbeitet. Für Rendsburg gibt es keinen Widerspruch gegen das Wahlergebnis, denn das Wahlergebnis liegt erst nach dem 12. September vor. Auch gegen andere Vorgänge liegt kein Widerspruch vor. Klaus Schädel hatte nur der Wahlleitung mitgeteilt, daß er eine Kooperation der Verwaltung mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag bei der nach § 57a (2) GO vorgeschriebenen Vorstellungsveranstaltung ablehne. Die heutige Kolumne zeigt, daß Klaus Schädel recht hat, wenn er die Unabhängigkeit der Journaille infragestellt.
Jan F. Schönfeld hat hier der “Breitner-Postille” alle Ehre gemacht. Ob dieser durchschaubare Artikel aber seinem Favoriten nützt, ist fraglich. Dieser dürfte sich ärgern, daß der bisher faire Wahlkampf dank seiner Unterstützer derart abgleitet. Von Schmutzkampagnen profitieren kann nur die Journaille, die dann genüßlich “berichtet” und weiterhin als selbsternannte Vierte Gewalt Meinungsbildner spielt.
Geschrieben in ZENTRUM, Politik, Kommunalpolitik RD | Drucken | Keine Kommentare »
Aufruf zur Nominierung für den Pannenflicken 2010
15.8.2010 by admin.
Die bundesweit radverkehrspolitisch tätige Initiative Cycleride ruft auch 2010 wieder zu Nominierungen für die Negativauszeichnung Pannenflicken auf. Dieser Preis wird an Verantwortliche für besonders schlechte Radverkehrsführungen oder -anlagen verliehen. Die Mitglieder der Initiative Cycleride bestimmen die Preisträger durch Wahl.
Es müssen nur Photos und eine kurze Beschreibung mit Lage an pannenflicken@cycleride.de gesandt werden. Es lohnt sich, da der Preis in den Vorjahren mediale Aufmerkdsamkeit erlangen konnte. Das erhöht den Druck auf die Behörden.
Informationen zum Pannenflicken: http://cycleride.de/cms/index.php?page=pannenflicken
Die Nominierungen und Preisträger des Pannenflickens 2009: http://cycleride.de/cms/index.php?page=pannenflicken-2009
Es wäre schön, wenn auch andere potentielle Opfer verfehlter Radverkehrsplanung von Ihnen bzw. Euch über diese Möglichkeit informiert würden, auf Mißstände aufmerksam zu machen.
Geschrieben in Verkehrspolitik, Politik, Bundespolitik, Kommunalpolitik RD, Landespolitik, Sonstiges | Drucken | Keine Kommentare »
Critical mass in Rendsburg?
14.8.2010 by admin.
Vor wenigen Tagen vernahm ich, daß Interessenten an den örtlichen ADFC wegen einer Critical Mass herangetreten waren. Die Kritische Masse ist erfüllt, wenn 16 Radfahrer im geschlossenenen Verband durch die Straßen der Stadt touren.
In Berlin ist gerade eine Critical Mass durch Polizeirepression verhindert worden. Dieselbe Polizei läßt es witzigerweise zu, daß Autocorsos die Innenstadt verstopfen und innerorts gehupt wird. Hupen ist ein Verstoß gegen § 16 der Straßenverkehrsordnung, der Autocorso stellt eine übermäßige Straßennutzung dar. Wenn dann noch Symbole wie die Wimpel von Besiktas Istanbul gezeigt werden, dann könnte man böse unterstellen, ein Autocorso stelle eine unangemeldete Demonstration dar, also liegt gegebenenfalls ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vor. Bei einer Gruppe Radfahrer dagegen kommt gleich ein Großaufgebot der ruppigen Berliner Polizei.
Ein Critical Mass ist keine Demonstration, also auch nicht anmeldepflichtig. Es handelt sich einfach um einen Ausflug von vielen Radfahrern, eine Radtour durch die Stadt. Bei einer großen Kritischen Masse lassen sich zwei Verbände bilden, die sich auf mehrspurigen Straßen gegenseitig überholen.
Der geschlossene Verband muß allerding in zweier Reihe disziplinier hintereinander eine Spur belegen. Ohne Disziplin der Teilnehmer funktioniert der geschlossene Verband nicht. Der wilde Schwarm bietet jedoch zuviele Angriffspunkte für die Polizei, die definitiv von hilflosen Autisten gerufen werden wird.Ein Critical Mass läßt sich folglich nur mit Leuten durchführen, die das Prinzip verstanden haben. Daß die beteiligten Fahrzeuge nach StVZO ausgestattet sein müssen, sollte nicht betont werden müssen.
Wer an einem Critical Mass in Rendsburg und Nachbargemeinden interessiert ist, melde sich bitte beim Herausgeber von Rad-in-RD.de oder beim örtlichen ADFC! Vielleicht findet sich ein Termin für eine “gemeinsame Radtour” mit möglichst vielen Teilnehmern.
Geschrieben in Politik, Verkehrspolitik, Kommunalpolitik RD, Sonstiges | Drucken | Keine Kommentare »
[SHMF 2010] K 90 “Prachtvoll” - Ein wahrhaft prachtvolles Konzert
13.8.2010 by admin.
Ja, auch ich war am Mittwoch in der Christkirche. Natürlich saßen ich und meine Begleiter auf den “billigen Plätzen”, die sich zu Stammplätzen entwickeln, weil dort die Sicht sehr gut ist, besser als auf manch teurerem Platz. Auf der Eintrittskarte steht “sichtbehindert”.
Für Sir John Eliot Gardiner fuhr ich letztes Jahr eigens nach Lübeck und nahm eine abenteuerliche Rückreise mit dem Zug auf mich. In der MuK durfte ich damals Händels Israel in Egypt erleben. Und nun kam der Meister, dessen Berlioz-Aufnahmen in meinem Regal stehen, nach Rendsburg. Seit ich Robert Kings Rekonstruktion der Krönungsfeierlichkeiten für George II. in der Christkirche und dann 2006 im Großen Musikvereinssaal Harnoncourt mit einem Bach-Programm erleben durfte, bin ich dem Barock nicht mehr abgeneigt. - Oder genauer: Barockmusik eröffnet sich mir immer mehr.
Aus kulturfaschistischer Sicht gab es eine unschöne und unnötige Unterbrechung, als auf der Empore jemand von Sanitätern versorgt werden mußte. Man sollte die Leute einfach liegen lassen oder mit einem Kissen auf das Gesicht ruhigstellen, bis das Werk aufgeführt ist. [Tiefschwarzer Humor oder kulturfaschistischer Ernst?]
Unerhört viele Konzertbesucher waren dieses mal auch wieder dabei. Leider waren dieses Mal keine Hustenbonbons als Wurfgeschosse audsgegeben worden. Aber es wurde zumindest brav an den nach teutonischer Art richtigen Stellen applaudiert. Die angespannten Blicke im Publikum können wohl als Beleg der Verdummung unserer Gesellschaft betrachtet werden. Solche Musik hörte man früher zum Essen, heute muß der durchschnittliche Konzertbnesucher derart konzentriert zuhören. Echte Musikliebhaber wagen übrigens auch mal ein Wippen oder Wanken.
Daß die English Baroque Soloists sauber und kompetent musizieren, ist bekannt. Das Programm war ausgewogen zusammengestellt. Lenneke Ruiten sieht nicht nur gut aus, sie singt auch hervorragend. Alles in allem Musik auf Weltklasseniveau. Auch mit kleiner Besetzung kann Musik prachtvoll erklingen. Mir hat der Abend sehr gut gefallen. Mehr brauche ich nicht schreiben.
Geschrieben in Kultur, Musik | Drucken | Keine Kommentare »
Bahn oder nicht Bahn? - Das Rendsburger Verkehrskonzept muß überdacht werden
10.8.2010 by admin.
Derzeit füllt die Diskussion über die Bahnanbindung Fockbeks respektive die Wiederbelebung der alten Nebenstrecke das Sommerloch. Die Landeszeitung berichtete mehrmals. Die Mittelstandsvereinigung der orangen “C”DU schafft es in die Kieler Nachrichten. Witzigerweise ist deren Vorsitzender betroffener Anwohner der Trasse.
Ich selbst fände einen Bahnhalt in der Eckernförder Straße natürlich sehr gut. Aber ich kann auch gut die rund 1,6 km mit dem Rad zum Bahnhof fahren. Dort gibt es die entsprechende Infrastruktur, das Fahrrad sicher zu parken. Auch profitierte ich vom zusätzlichen Zug.
Sicher, eine bessere Bahnanbindung Rendsburgs an Kiel ist wünschenswert. Ein halbstündiger Takt wäre angebracht. Die Züge der NOB sind zu den Stoßzeiten voll bis übervoll. Aber sind die weiteren Bahnhalts wirklich notwendig? Einzig der Bahnhalt in Schülldorf verspricht wirkliches Potential. Im Bereich der Rendsburger Innenstadt würde diese “S-Bahn” mit dem Stadtverkehr konkurrieren, der nicht ausgelastet ist. Nötiger wäre es, den Fahrplan des Stadtverkehrs an die Bedürfnisse der Bürger anzupassen. Die mangelnde Aktzeptanz des ÖPNV, aber auch des Radverkehrs ist ein Indiz für die Armut Rendsburgs. Automobilität sei ein Armutsmodell, sagt der Tübinger Geograph Monheim. Die Selbstverständlichkeit, mit der in der armen Stadt Rendsburg auf Automobilität gesetzt wird, ist erschreckend. Die hohen volkswirtschaftlichen Kosten der Automobilität stehen in keinem Verhältnis zu den paar Millionen für den Ausbau dieser Bahnstrecke. Und leider setzen auch Teile der Rendsburger “Elite” bevorzugt auf das Automobil. Regelmäßig auf dem Fahrrad können wir Achim von Voss, Andreas Breitner oder Klaus Schaffner antreffen. Auch am Bahnhof ist selten Lokalprominenz zu sehen. - Dürfen überzeugte Aut(omobil)isten eigentlich mitreden, wenn es um Mobilität für Alle geht?
Zwischen Fockbek und der Büsumer Straße in Rendsburg ist die alte Bahntrasse ein Geh- und Radweg geworden, auf dem viele Hundehalter und Spaziergänger unterwegs sind. Schön wäre es, wenn dieser Weg bis zur Friedrichstädter Straße fortgesetzt würde. In Verbindung mit dem Rotenhöfer Weg gäbe es damit eine attraktive Radverkehrsachse parallel zur Fockbeker Chaussee respektive Rendsburger Straße. Dort müßte nach geltendem Recht nämlich die Radwegebenutzungspflicht wegen der Gefahren auf schlechten Radwegen aufgehoben werden. Radfahrer auf der Fahrbahn werden jedoch erfahrungsgemäß von regelunkundigen Automobilisten mit zu geringem Abstand überholt, bedrängt oder gar verbal bedroht. Daher wäre zum Schutz der unsichereren Radfahrer vor den Armutsmodellfetischisten und den unzumutbaren Radwegen eine parallele Achse wünschenswert. Allerdings müßte die Gemeinde Fockbek den Belag ihrer alten Bahntrasse auswechseln. Der aktuelle Belag ist zu grob. Mit einem vernünftigen Radweg in Richtung Innenstadt und Bahnhof sowie mit einer guten Busanbindung würde der Rendsburger Bahnhof attraktiv.
An der Bleiche könnte die rechte Spur als Busspur ausgewiesen und auch für den Radverkehr freigegeben werden. Das ist ohne große Investitionen möglich. Die Busse kämen besser durch die Stadt. Da die Bahnlinie einen Wartepunkt bräuchte, könnte auf dem Gelände der Feldwebel-Schmid-Kaserne der Bahnhof Rendsburg-Nord entstehen. Dieser wäre über Friedrichstädter Straße, Loher Weg und Schleswiger Chaussee gut zugänglich. Das Bahngleis ist auch noch vorhanden. Dann gäbe es nur noch den einen bedeutenden Bahnübergang in der Schleswiger Chaussee, der neu abgesichert werden müßte. Auf dem Gelände der Kaserne wäre Platz für einen Pendler-Parkplatz sowie gute Fahrradabstellmöglichkeiten. Der Eiderpark und umliegende Geschäfte könnten profitieren. Außerdem gäbe es mit Loher Weg und dem Geh- und Radweg auf der alten Bahntrasse nach Hohn den Verkehrsanschluß nach Fockbek. Als weiterer Zubringer fungierte der Stadtverkehr. Wenn als Verlängerung des Loher Weges auch eine Straße durch das Kasernengelände geführt würde, könnten die Busse nah am Bahnhof halten.
Das Lärmargument kommt vor allem von Anwohnern der Trasse. Diese sollten sich mal an einen Bahnübergang stellen, wo die entsprechenden Triebwagen vorbeikommen. Sie werden feststellen, daß dieser Zug weniger Lärm als eine Hauptstraße erzeugt. Und das macht er nur stündlich. Die Anwohner in der am Bahndamm in der Schleife dürften angesichts nächtlicher Güterzüge eher jammern. Vermutlich führe dieser Zug ohnehin nur zwischen 5 und 19 Uhr.
Der in der KN zitierte Baedtker wohnt interessanterweise unweit einer dieser Bahntrassen. Betreibt er Lobbyismus im eigenen Interesse vorbei an den Interessen seiner Organisation?
Fritjof Wilken hat recht. Die Kaufkraft könnte nach Kiel abgezogen werden. Damit würde Rendsburgs Innenstadt weiter sterben. Aber vielleicht sollte Rendsburg mehr in Wettbewerb treten und Akzente setzen? Im Gegensatz zu Kiel haben wir eine unverwechselbare Innenstadt mit historischen Bauten. Außerdem gibt es mehrere bedeutende Wanderwege, die Rendsburg kreuzen. Die Historie ist unser Standortvorteil! Und eine Überdachung der Hohen Straße zerstörte diesen Eindruck nur. Die Touristen müssen wir von der Eider, vom Kanal und vom Ochsenweg in die Innenstadt holen. Dazu bedarf es einer vernünftigen Ausschilderung. Fahrradtouristen sind meist zahlungskräftig. Rendsburg sollte sich ein Stück vom Kuchen dieser Wachstumsbranche abschneiden. Da ist ein attraktiver Radwanderweg wichtiger als eine “S-Bahn”, die das Geld nach Kiel schaufelt.
Und im Zusammenhang mit dem Tourismus, aber auch mit der Bahnanbindung sollte Rendsburg sein Verkehrskonzept überdenken. Der aktuelle, 2002 beschlossene Gesamtverkehrsplan konzentriert sich auf das Automobil und handelt Fußgänger und Fahrradfahrer gemeinsam ab, obwohl seit 1997 Fahrräder dem Automobil rechtlich gleichgestellt sind. Die Finanzsituation läßt keine großen Investitionen und Umbauten zu. Folglich muß mit der vorhandenen Infrastruktur gearbeitet werden.
Bisher wurde Automobilität immer attraktiv gestaltet, Fahrradfahrer müssen sich dank rechtswidriger Benutzungspflichten mit schlechten Radwegen herumplagen und der Stadtverkehr ist unattraktiv.
Wie schon oben vorgeschlagen, könnte eine der Spuren An der Bleiche als Busspur ausgewiesen werden. Diese Maßnahme entschleunigt den Kfz-Verkehr und beschleunigt den Bus- und gegebenfalls den Radverkehr.Auch zwischen Dresdener Brücke und Thormannplatz könnte eine Busspur geschaffen werden.Eine Buslinie könnte durch die Mühlenstrasse fahren und ein Halt am Altstädter Markt macht die Innenstadt noch besser erreichbar. Busse in Fußgängerzonen sind in anderen Städten schon üblich. Die Hohe Straße wäre zu eng bebaut, aber die Mühlenstraße böte sich an.
Der Stadtverkehr muß insgesamt attraktiver gestaltet werden. Der Fahrplan muß soweit möglich an die Bedürfnisse von Pendlern und Kunden angepaßt werden. Ein Verkehrsende werktags um 19 Uhr ist weltfremd. Eher sollte eine Nachtlinie geschaffen werden, die etwa um 20:30 den Eiderpark und andere Ziele noch anfährt. Es würden nur Haltestellen an wichtigen Punkten angefahren.
- Eine Linie 1 könnte tagsüber im Rendsburger Stadtgebiet so fahren, daß sie den Innenstadtbereich bedient und auch nur dort führe. Sie verkehrt nur während der Geschäftsöffnungszeiten in der Innenstadt.
- Eine Linie 2 sollte auch Westerrönfeld und Rendsburg-Süd bedienen, sie streift den südlichen Teil der Innenstadt und fährt vom ZOB in die Mühlenstraße und über den Paradeplatz und die Berliner Straße zum Tunnel.
- Linie 3 führe über die Flensburger Straße nach Rendsburg-Nord und über Rickert nach Büdelsdorf, dann über die Neue Dorfstraße und Eckernförder Straße.
- Linie 4 führe die B 203 in Büdelsdorf hinauf und hinunter und bediente auch Borgstedt und Borgstedt-Felde. Der Innenstadtkern Rendsburgs wird auf den Tangenten umfahren.
- Linie 5 verbindet Innenstadt und Schleife. Sie könnte die Alte Kieler Landstraße hinauf und die Kieler Straße hinunterfahren.
- Linie 6 führe entgegengesetzt der Linie 5 durch Bismarckstraße und Teile der Nobiskrüger Allee bis zur Fähre und über die Kieler Straße zurück.
- Linie 7 umfährt den Innenstadtring und bedient Büdelsdorf über Neue Dorfstraße, Stadion und dann über die Hollerstraße zurück.
- Linie 8 fährt über die Eckernförder Straße nach Büdelsdorf und fährt über die Hollerstraße hinein, über die Neue Dorfstraße und Eckernförder Straße zurück.
- Die Linien 9a und 9b fahren entgegengesetzt, 9a führe nach Fockbek, von dort über Rendsburg-Nord nach Rickert und zum ZOB.
- Linie 10 fährt im Zweistundentakt vom ZOB über Hohe Luft nach Westerönfeld, Rendsburg-Süd, Osterrönfeld bis nach Schacht-Audorf. Von dort zurück.
Es gäbe also 11 Linien. An einigen Punkten könnte ein 15-Minuten-Takt erreicht werden, an den Tangenten sogar wegen Linie 1 ein besserer. Niemand müßte mehr als einmal umsteigen. (Habe ich eine Gegend vergessen?)
Geschrieben in Verkehrspolitik, Kommunalpolitik RD, Landespolitik | Drucken | Keine Kommentare »
Interessantes Urteil zur Beleuchtung am Fahrrad
5.8.2010 by admin.
Es ging um einen Unfall im Dunkeln zwischen zwei Radfahrern. Interessant ist insbesondere, daß das Gericht die Stirnlampe des Rennradfahrers für nicht ausreichend erachtet hat.
Geschrieben in Verkehrspolitik | Drucken | Keine Kommentare »
[SHMF 2010] K 54 “Romantische Bekenntnisse” - Lebendige Interpretation
1.8.2010 by admin.
Am gestrigen Samstag hatte ich dank Schleswig-Holstein-Musikfestival wieder die Gelegenheit, gute Musik auf hohem Niveau interpretiert zu erleben. Ein Desaster war das Treffen mit meinen Begleitern in der Hauptwache vor dem Konzert. Wir bestellten um kurz nach 18:30 dort unsere Speisen, als einziger erhielt ich meine Pizza picante ca. 19:10, die anderen Vier wurden erst ca. 19:35 bedient. Offensichtlich war die Hauptwache nicht auf den Ansturm vieler Gäste eingestellt. S0 kamen wir recht spät in die Christkirche, knapp vor 20 Uhr. Dort waren unsere Plätze belegt und eine Dame mußte mehrmals aufgefordert werden.
Die mir vertraute Reformationssymphonie des lutheranisch getauften Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde sehr zügig in den Tempi dirigiert, was der Lebendigkeit des Werkes gut tat. Es wirkte nicht verfremdet, sondern authentischer. Christopher Hogwood nutzte auch den Raum in der Dynamik aus. Leise Töne blieben piano, ein Fortissimo wirkte wie ein Fortissimo. Auch diese Bandbreite der Dynamik nutzte dem Werk. Die Modulation des Themas des ersten Satzes waren fein herausgearbeitet, der fast strenge barocke Charakter des ersten Satzes dieser romantischen Sinfonie wurde deutlich, das Orchester spielte sauber.
Die Missa Sacra Robert Schumanns war für mich Neuland. Wegen seiner räumlichen Nähe zu Brahms - Ich verachte Brahms! - war Schumann bisher für mich tabu. Das, was ich hörte, war aber nun gar kein Brahms, sondern ein Geistliches Werk, welches mir gefiel. Auch hier wurde die Dynamik voll ausgekostet und sauber musiziert. Nur einmal schien einem Streicher ein Malheur geschehen zu sein. Die Orgel klang sauber und niemals aufdringlich; unsauberen Klang hatte ich für Faurés Requiem monieren müssen. Schön war das Offertorium der von Orgel und Cello begleiteten Solistin. Die Leistungen des Chores, aber auch des Orchesters waren überragend.
Erfreulich war auch, daß die Zahl der Konzertbehuster nicht wahrnehmbar war. Haben diese lästigen Banausen Hausverbot? Auch “Fehler” beim Applaus blieben aus. Auch wenn ich mir weniger deutsche Verkrampftheit wünschte. Schließlich sind diese Regeln eine Unsitte des späten 19. Jahrhunderts. Musik ist schließlich keine lästige Pflichtübung, sondern ein Genuß. Und da sollen Emotionen auch ausbrechen dürfen. Lästige Pflichtübung schien der Konzertbesuch für einige Besucher in den ersten Reihen des Mittelschiffes zu sein. Dort wurde wild im Programmheft geblättert und auf die Uhr geblickt.
Geschrieben in Kultur, Musik | Drucken | Keine Kommentare »


