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Juli 2010
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Archive für Juli 2010

[SHMF 2010] K 9 “In elysischen Gefilden”: Ein Verriß

Wie jedes Jahr hatte ich mir Karten für alle Rendsburger Konzerte des Schleswig-Holstein-Musikfestivals bestellt, es werden auch immer mehr Freunde und Bekannte, die sich der Bestellung anschließen. Für das heutige Konzert hatte ich zwei Karten bestellt. Die Begleitung war leider kurzfristig abgesprungen, so daß ich mir ein - so wie ich das vor der MuK in Lübeck und auch andernorts gesehen hatte - einen Zettel aus und stellte mich vor die Christkirche. Die zweite Karte wurde ich zum Glück noch an eine junge Mutter los, die hoffentlich das Konzert noch genossen hat, das Konzert von Poulenc schien ihr nicht behagt zu haben. Nach der Pause scheint sie einen besseren Platz gefunden zu haben. Es gab nämlich viele Lücken.

Als Kulturfaschist hatte ich natürlich Halsbonbons aus Schweizer Produktion dabei, um sie Konzertbehustern an den Kopf zu werfen. Zu meiner positiven Überraschung sah ich in der Pause, daß eben diese Bonbons auch in Schüsseln zum Hineingreifen bereitstanden. Wollten andere Kulturfaschisten sich gut darauf einstellen, daß wie in den letzten Jahren viele Konzertbehuster und Falschapplaudierer mit finalen Rettungswürfen hingestreckt werden müßten?

Das erste Werk des Abends war Pulencs Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken. Es wurde sehr ordentlich musiziert; die Orgel klang gut. Es hat wohl die Orgel der Christkirche geklungen, denn der Organist kam zum Applaus aus jener Richtung.
Zum Glück kenne ich das Werk von CD, und Poulenc komponierte recht konservativ. Moderne Musik ist ansonsten bekanntlich nicht meine Welt. Ich empfinde dieses Konzert sogar als sehr schön.

Vor der Pause folgte noch Vivaldis Gloria D-Dur RV589. Das war für mich neue Musik; schließlich erarbeite ich mir das Barock erst seit ein paar Jahren. Die Chorleistung war überragend, ebenso musizierte das Orchester sehr ordentlich. Die Wahl der Tempi erschien mir schlüssig, ebenso der dynamische Umfang.

Der Höhepunkt des Abends sollte Faurés süßliches Requiem werden. Die Chorleistung war überragend. Auch das Orchester hielt seine gute Klasse. Der Solist zeigte, was er kann, die Solistin schwächelte nur beim gallikanischen Kirchenlatein. Leider wurde auf eine elektronische Orgel gewechselt, die meines Erachtens auch Mißtöne produzierte. Das Tempo war im Vergleich mit den Aufnahmen von Dutoit und Gardiner, der übrigens am 11. August in die Christkirche kommt, recht hoch, als wenn nach Ende des Konzertes ein Skatabend anstünde. In paradisum war kaum noch wiederzuerkennen. Das Orgelspiel war äußerst schnell und entstellte einen der schönsten Abschnitte sehr.

Schon wieder ein Vorfall mit einem geistig Unterbemittelten

Der asoziale Autist mit Beifahrerin weit außerhalb der besten Jahrn fuhr einen silbernen Toyota mit dem amtl. Kz. RD-DM 49 oder 59. Auf der Eisenbahn-/Denkerstraße versuchte der Gefährder, einen Radfahrer von der Spur zu drängen. Das ist versuchter Totschlag. Es ist bezeichnend, daß der gefährliche Überholvorgang dieses vermutlich nicht alphabetisierten geistig Behinderten völlig unnötig war, denn bis er beim Thormannplatz abbog, blieb der regelbewußte Radfahrer wegen der Ampeln hinter ihm.

Die Parther

In den Schulen wird noch gelehrt, daß der Verfall Roms mit dem Sieg über den Rivalen Karthago begonnen hätte. Jedoch wird dabei ein großer Rivale im Osten ausgeblendet. Mußten die Griechen sich noch mit den Persern arrangieren oder herumärgern, hatte das antike Rom erst die hellenistischen Reiche wechselnd als Partner oder Gegenspieler, entstanden auf dem Territorium des riesigen Seleukidenreiches neue Reiche. Darunter war das Graeco-Bactrische Reich, welches grob im heutigen Afghanistan anzusiedeln war, aber auch das Partherreich, dessen Kernland grob im Norden des heutigen Irans lag.
Die Parther waren als Parner vermutlich skythische Nomaden aus dem Raum östlich des Kaspischen Meeres. Sie wanderten in die seleukidische Provinz Parthia ein und bauten langsam ein neues Reich auf, welches von Mesopotamien bis Indien reichte. Dabei übernahmen sie hellenistische Elemente wie das Diadem des Königs und alte persische Elemente wie den Thiara-artigen Filzhut. Die Verwaltung hatten schon Alexander Megalos und der Diadoch Seleukos Nikator von den Persern übernommen, welche Alexander geschlagen hatte. Es wurden die Satrapien als Provinzen übernommen. Die Parther übernahmen Provinzen und Vasallenkönigtümer. Die militärische Stärke machte die Reiterei aus.

Die Römer versuchten immer wieder ihre Grenze nach Osten zu verschieben. Am bekanntesten sind die Feldzüge in der späten Republik Marcus Antonius und später Trajans. Die römische Grenze war nach Osten gut gesichert. Etwa im heutigen Jordanien gibt es Überreste von vielen Kastellen.

Hauptsächlich bestimmen Münzen und ein paar Inschriften die Quellenlage. Hauptsächlich wird das Wissen über die Parther aber aus römischen Quellen gezogen.
Die Forschung beschäftigt sich seit einiger Zeit verstärkt mit dem Raum Persien und den dortigen Reichen. Da die Altorientalisten Persien, Parther und Sassaniden ausblenden, diese aber für das Verständnis griechischer und römischer Geschichte wichtig sind, nehmen sich die Althistoriker dieser Hochkulturen an.
Der Raum, welchen die Parther beherrschten, war die Schnittstelle zwischen dem antiken Mittelmeerraum und Indien oder gar China. Teile der Seidenstraße verliefen durch das Reich.

Das Partherreich verfiel wie das Seleukudenreich, weil Vasallenkönige und Satrapen sich selbständig machten. Begünstigt wurde das durch Thronstreitigkeiten und Bürgerkriege in den beiden ersten nachchristlichen Jahrhunderten. Dem Partherreich folgte das Sassanidenreich, welches ein Gegenspieler des spätantiken Roms blieb. Das Sassanidenreich wurde im 7. Jahrhundert von mohammedanischen Horden überrannt.

Mittagszeit - Frau am Steuer?

Ich kam heute mal ein Stündchen früher aus Kiel zurück, mit dem Zug 12:01 ab Kiel. Um diese Zeit scheinen ganz andere Autisten unterwegs zu sein. Daß viele Frauen aufgrund ihrer Sozialisation Schwierigkeiten mit dem räumlichen Vorstellungsvermögen haben, war mir bekannt. Auf der Denkerstraße wurde ich von einem Kleinwagen fast abgedrängt. In der Gerhardstraße hupte ein Autist und überholte mit deutlich zu geringem Abstand. Beim Einbiegen in die Eckerförder Straße wurde ich ca. 12:45 von einer ca. 50-jährigen Frau im dunklen Mercedes Kombi mit dem amtlichen Kennzeichen RD-KX 591 im Abbiegevorgang sehr eng überholt. Die Autistin blieb eng neben mir stehen, weil dieses zum Führen eines Kraftfahrzeuges offensichtlich ungeeignete Subjekt nach Links auf den Parkplatz des Penny-Marktes wollte. Zum Glück halte ich mich an die Empfehlungen des BMVBS und des ADFC und halte einen Meter Sicherheitsabstand zum Fahrbahnrand, so daß ich Sicherheitsraum habe. Ich möchte nicht wissen, wieviele andere Wagen diese Autistin beim Einparken anditscht.

Wahre Freunde und Helfer

Gestern war ich nach einer Erkundungstour zwischen Schülldorf und Rade ziemlich KO. Aus der Konrad-Adenauer-Straße kommend - deren Induktionsschleife noch immer Radfahrer diskriminiert - bog ich links ab und fuhr entgegen meinen Gewohnheiten auf den Radweg. Nach der Kurve stand da plötzlich ein Bus der Polizei quer, die sich anscheinend mit einem MoFa-Fahrer beschäftigten. Mir entfleuchte selbstironisch, daß, wo ich mal einen Radweg benutzte, dieser unbenutzbar gemacht würde. Lautes Denken ist bewußtes Denken. Es kam zu meiner Überraschung ein “Wir dürfen das” von den Polizisten. “Nein, das kostet 30 €*”, erwiderte ich sarkastisch, nachdem ich auf die Fahrbahn gewechselt war. Aus der Ferne hatte ich noch spontan zwei Photos** gemacht, als ich die Auffahrt zum Eiland erreicht hatte.

Bei diesen Polizisten muß ich mich bedanken, sie hatten verhindert, daß ich mich auf dem Radweg unnötig gefährde, auf den ich in einer schwachsinnigen Minute gewechselt war. Gerne dürfen sie jeder Zeit Radwege unbenutzbar machen. Nur sagt leider das Gesetz etwas Anderes, sie dürfen den exklusiv den Fahrradfahrern gewidmeten Sonderweg nur im Einsatz befahren und beparken. Und “Einsatz” ist ziemlich eng definiert.

* Bei den 30 € täuschte ich mich.  Das Beparken des Radweges kostet nur 15 €, mit Behinderung 25 €.

** Die Photos stelle ich natürlich noch hier herein.

Wieso “pöbeln” Radfahrer?

Seit einiger Zeit grüble ich, wieso ein ruhiger, fast phlegmatischer Typ wie ich auf dem Rad zur aggressiven Wildsau werden kann. Das häufigste Wort, daß mir gegenüber den Gefährdern entfleucht, ist “Proletenschwein”, dicht gefolgt von “Nazi”. Die Titulierung als Prolet folgt wohl aus der Kenntnis, daß fast nur Bildungsverweigerer auf Automobilität im innerörtlichen Bereich setzen, und daß Automobilität ein Armutsmodell ist, wie der Geograph Mohnheim feststellt.
Was treibt aber Mountainbiker dazu, einer Ärztin den Stinkefinger zu zeigen? Oder einen Alltagsradler wie mich, dem Gegenüber zu sagen, was er ist? Andere Radler klopfen auf das Autodach oder spucken es an. Liegt es am Fahrrad an sich? Nein, Ursache ist erst einmal das Fehlverhalten oder Regelunkenntnis des anderen Verkehrsteilnehmers, der zu eng überholt oder z.B.in einer freigegebenen Einbahnstraße pöbelt. Dem Hupen und Pöbeln der Automobilisten sind insbesondere Fahrradfahrer auf der Fahrbahn ausgesetzt. Es sind aber genau die Regelkundigen, die auf der Fahrbahn radeln oder die freigegebene Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung nutzen. Im Regelfall haben sie im Gegensatz zum Autisten gegenüber ihre Führerscheinprüfung im ersten Anlauf bestanden, nicht wenige haben einen akademischen Grad.
Nun gefährdet den Radfahrer zum x-ten Mal ein Regelunkundiger an einem Tag.Im Gegensatz zum faulen Dosisten hat der Radfahrer sein Fahrrad selbst angetrieben. Er hat sich sportlich betätigt und sein Hormonhaushalt sieht anders aus. Dazu kommt dieAngst während der Gefährdung: Da ist eine unverantwortliche Person mit ihrer Waffe - Kfz töten mehrere Hundert Menschen pro Jahr, mehr als durch Schußwaffen getötet werden! - und bedroht den Radfahrer, der ohne schützende Blechhülle unterwegs ist. Da ist das Brüllen nur instinktive Notwehr, genau wie das Klopfen oder notfalls Treten gegen das Armutsmodell. Die nach StVZO vorgeschriebene “helltönende Glocke” nimmt der Autist in seiner Blechbüchse nämlich nicht wahr.

Was bleibt dem Radfahrer, bevor er dem aussteigenden Autisten tatsächlich mal die Fresse poliert oder in das Auto schießt? Soll er Stinkbomben werfen, um seine Aggression abzubauen?  Es bleibt nur das Training der eigenen Beherrschung, um auch gegenüber Asozialen cool zu bleiben. Der Radfahrer muß sich verkehrspolitisch engagieren und für Aufklärung sorgen. Dann nimmt die Zahl der Gefährder und Pöbler ab, damit auch die Ursache für die Aggressionen.

Der Autor dieser Zeilen beschränkt sich auf das Brüllen von Wahrheiten. Nur zwei Mal traf er mit der Linken die Flanke zu eng überholender Automobile. Einmal bekam ein Golf einen Tritt ab, weil der Autor abgedrängt wurde und vom Pedal abrutschte; so nah stand der dunkle Golf eines Schleswigers, der nur ausstieg, um sein Blech auf Schäden zu prüfen.

Eine kleine Radtour

Am Abend wollte ich wieder Sauerstoff tanken und etwas Bewegung haben, also fuhr ich erst einkaufen, dann machte ich eine kleine Runde. Die meisten gewählten Wege waren sehr ruhig, schließlich wollte ich Sauerstoff und nicht den Feinstaub der Dosen einatmen. Aus dem Langenbrooker Weg kommend in Ahrenstedt ankommend steht dort kein häßliches blaues Schildchen wie Z. 240 StVO an der B 77, weil der Gehweg baulich unzumutbar ist. Er ist schlichtweg zu schmal, um dort eine Radwegebenutzungspflicht mit Z. 240 StVO anzuordnen. Dafür müßte der Sonderweg mindestens 2 m breit sein.

RWBP

Also fuhr ich getreu § 2 StVO auf der Fahrbahn, was ich offen gesagt ungern auf Bundesstraßen mache. Aber es handelt sich weder um eine Kraftfahrstraße noch um eine Autobahn, auch verbietet kein diskriminierendes Zeichen 254 StVO “Verbot für Fahrradfahrer” dieses Vorgehen. Obwohl da wenig Verkehr war, hupten die Autisten und ich sah Arme, die in Richtung des Gehweges wiesen. Nun ist Hupen außerorts zum Ankündigen eines Überholvorganges erlaubt, aber die Gestik weist auf Regelunkenntnis und “Erziehungswillen” der Autisten hin.  Der erforderliche Sicherheitsabstand von 1,5 bis 2 m war auch nicht immer gegeben, obwohl die Gegenspur frei war.

Am Kreisverkehr, wo es unter anderem zur Büsumer Straße abgeht, versuchen Wegweiser den Radverkehr links um den Kreisverkehrsplatz herumzuführen. Das ist gefährlich und deshalb schlichtweg verboten. Der Radweg ist ohnehin unzumutba, da der Radverkehr wieder über die Fahrbahn gelotst wird und auf der Seite von real auf einem katastrophalen, Felgen tötenden Sonderweg geführt zu werden. Verantwortlich für dieses Desaster dürfte die Kreisverwaltung sein.

In der Schleswiger Chaussee dann überholte mich auf Höhe von Mister Bratwurst ein dunkler VW Kombi mit dem amtl. Kennzeichen RD-TT 128 äußerst eng, verbal tat ich meinem Unmut  kund. Der Störer fuhr bis in die Flensburger Straße recht langsam weiter, so daß er mich de facto auf 28 km/h drosselte. Mir fiel es schwer, den Sicherheitsabstand zu halten, aber es waren immer ein paar Meter zwischen uns. Wegen der vielen durchgezogenen Linien traute ich mich nicht, ihn zu überholen. Aber es gefiel mir, daß dieser offensichtlich mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges Überforderte die Konsequenz zog und sein Tempo so anpaßte, daß er sein Fahrzeug ein wenig besser beherrschen konnte.Daher verzichte ich darauf, die Videoaufzeichnung an die Straßenverkehrsbehörde weiterzureichen, so daß das Überholen mit zu geringem Sicherheitsabstand nicht geahndet wird.

Die Alfine-Schaltung ist einfach genial. Ich möchte  sie nicht mehr eintauschen. Das neue Hinterrad hält auch tapfer durch, obwohl ich Probleme wegen der Zahl der Speichen befürchtete. Statt 36 verstärkten Speichen, habe ich nun 32 DT Swiss Champion-Speichen.

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