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Armutsmodell und Bildungsverweigerer
Das Proletariat in seinem Armutsmodell nervt in der letzten Zeit erheblich. Am Freitag stieg ein Neonazi sogar aus seinem Armutsmodell aus, um mich auf den vermeintlichen Radweg hinzuweisen. Es war das schmale Stummelstück an der Gerhardstraße, dessen Benutzung jeder bundesdeutsche Richter als unzumutbar erachten würde. Natürlich habe ich in meiner Wut dem proletarisch-totalitären Subjekt mitgeteilt, daß seinesgleichen im Ständestaat an der Wand enden werde. - Ich muß zugeben, daß mir die Idee des christlich-sozialen Ständestaates immer besser gefällt, je mehr ich mich - nicht nur im Straßenverkehr - mit Bildungsverweigerern auseinandersetzen muß. Wenn ich inzwischen von geistig Behinderten spreche, dann meine ich mit Sicherheit nicht die armen kranken Menschen, welche Gott mit Einfalt versah, sondern die Bildungsverweigerer, die meinen, nach dem Hauptschulabschluß genüge es mit dem Lernen. Daß Lernen ein lebenslanger Prozeß ist, wird von diesen Subjekten negiert.
Neulich rief ein kulturbereichernder Bildungsverweiger als Beifahrer des mehrmals schon auffällig gewordenen weißen Golf mit schwul-kitschigen Verzierungen in der Büsumer Straße sogar mehrmals “Sieg heil!”, nachdem ich sie belehrt hatte, daß sie verkehrspolitisch nationalsozialistische Positionen verträten. Sie hatten mich von der Friedrichstädter Straße an hupend - Ordnungswidrigkeit nach § 16 StVO - verfolgt und in der Kurve beim Einbiegen in die Büsumer Straße bedrängt. Als ich den Arm zum Linksabbiegen in den Weg auf der alten Bahnstrecke nach Hohn ausgestreckt hatte, setzten sie zum Überholen an, um mein Abbiegen zu verhindern. Ich versuchte den offensichtlich geistig behinderten Beifahrer über die Rechtslage und die Rechtsprechung zu informieren, daß Radwege gefährlich seien, als er sagte, da sei ein Radweg. Als ich genervt auf die historischen Hintergründe einging, fing er an, den rechten Arm hinauszustrecken und mehrmals diesen NS-Gruß zu brüllen.
Ein Altnazi (RD-BX …), zumindest schien er graue Haare zu haben, bremste mich nach dem Spiel gegen Ghana aus. Er blieb auf dem Bahnübergang in der Eckernförder Straße stehen, nachdem er mich trotz durchgezogener Linie überholt hatte. Ich grüble noch, ob ein Halten auf einem Bahnübergang überhaupt zulässig ist.
Mehrmals negativ aufgefallen ist in den letzten Wochen blauer VW Passat mit Ansbacher Kennzeichen. Allerdings blieb es beim Überholen mit zu geringem Abstand oder Pöbeleien.
Wir haben nicht nur ein Problem mit gewalttätigen roten Sozialisten, sondern auch mit neuem Erstarken der braunen sozialistischen Ideen im Straßenverkehr. Wehret den Anfängen! Wider das Proletariat einfach zurückuzupöbeln hilft auf Dauer nicht. Es muß dringend ein Zeichen gesetzt werden. Nach Überlegungen, eine Kartoffelkanone am Rad zu montieren oder Stinkbomben in die geöffneten Fenster zu werfen, entschied ich mich für die Aufklärungsarbeit. Dafür habe ich eine Visitenkarte entworfen. Es bestehen allerdings große Zweifel, daß diese lästigen Störer überhaupt des Lesens kundig sind.
29.6.2010 bei 14:28
Hallo Torben!
Kann Dir nur beipflichten.Es ist schlimm was auf unseren Straßen so abgeht. Wie Du weißt bin ich ja mit unseren Dienstfahrzeugen öfters des Nächtens unterwegs und es stimmt: vor allem nach Einbruch der Dunkelheit herrscht bei uns eigentlich Krieg! Das alles stimmt mich traurig…
29.6.2010 bei 15:28
Moin Axel!
Ja, unter den Idioten leiden wir alle. Vielleicht hülfe es, wenn die MPU zwingend vor der Führerscheinprüfung stünde. Ein Intelligenztest für Zuwanderer wird schon gefordert, wieso nicht auch für Autofahrer? Einen Waffenschein erhält schließlich auch nicht jeder dahergelaufene Trottel.
Ein weiteres Mittel wären Verwarnungs- und Bußgelder, deren Höhe am Einkommen gemessen wird. Dann wird der Außendienstmitarbeiter zwei Mal nachrechnen, ob er dank Nötigung schneller den nächsten Kunden besuchen kann. Und Aufklärungsarbeit wie früher “Der 7. Sinn” ist notwendig. Und bei der Polizei muß mehr auf die Qalität der Mitarbeiter und vor allem der Ausbildung geachtet werden. Vielleicht sollte es eine Trennung zwischen Landespolizei und einer kommunalen Verkehrsüberwachung geben? Also Politessen als Verkehrspolizisten für den fließenden Verkehr. Das Land Bayern hat seine Kommunen schon ermächtigt, gegen Fußgänger und Fahrradfahrer vorzugehen. Diese Trennung ist übrigens albern, weil sie eine Ungleichbehandlung gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer beinhaltet. Warum soll die Politesse das Fahrzeug Fahrrad anhalten dürfen, den Automobilisten aber nicht?
Schlimmm finde ich unsere kulturbereichernden Schätzchen, die ihre Fahrerlaubnis beim TÜV Berlin gekauft hatten. Diese Halbwilden gehören eingesperrt oder ausgewiesen, aber sicher nicht in den europäischen Verkehrsraum.
Wir hatten zu lange zugelassen, daß auch die Bildungsverweigerer mitreden durften. Die sozialistische Gleichmacherei hat uns schwer geschadet. Jeder muß die Chance bekommen, sich zu beweisen. Aber wer auf der faulen Haut liegt und die Bildung verweigert, soll geächtet werden.