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Archive für Januar 2009
Ein Plädoyer gegen die Helmpflicht für Radfahrer
7.1.2009 by admin.
Haben Sie schon einmal über die Einführung einer Helmpflicht für Autoinsassen nachgedacht? Bei Autounfällen gibt es häufiger Kopfverletzungen als bei Unfällen mit dem Fahrrad.
Eine Helmpflicht stellt einen schweren Eingriff in die Grundrechte dar. Daher muß solch eine Pflicht gut begründet sein. Die Helmpflicht für Radfahrer läßt sich aber nicht wissenschaftlich als notwendig belegen.
Ich möchte Sie auf folgenden Artikel hinweisen: http://www.fahrradzukunft.de/fz-0704/0704-07.htm
Der Artikel bei Wikipedia liefert Ihnen Hinweise zur Literatur. http://de.wikipedia.org/wiki/Helmpflicht
Legitim wäre eine unverbindliche Empfehlung zur Nutzung von Fahrradhelmen. Aber der geringe Nutzen rechtfertigt keine Pflicht. Bei Kindern ist die Lage so, daß diese bis zum 8. Lebensjahr ohnehin auf dem Gehweg fahren müssen. Da sie dabei an jeder Einmündung halten müssen, entfällt das große Unfallrisiko durch Abbiegefehler anderer Verkehrsteilnehmer. Das Kinderrad gilt nicht als Verkehrsmittel, sondern als Spielzeug. Bis zum 10. Lebensjahr dürfen Kinder auf dem Gehweg fahren. Da die Kinder dann schon körperlich größer sind, entfallen auch weitere Kopfverletzungsrisiken bei Kollisionen.
Wenn Sie wirklich ein Interesse an Sicherheit für Radfahrer haben sollten, dann setzen Sie sich gegen die Reste der Radwegebenutzungspflicht ein! Die meisten gefährlichen Radunfälle resultieren aus Abbiegefehlern anderer Verkehrsteilnehmer. Radfahrer auf Radwegen werden nämlich kaum von Verkehrsteilnehmern auf der Fahrbahn wahrgenommen. Hierzu verweise ich auf eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (Forschungsprojekt 8952). Dieser können Sie entnehmen, daß es auf Radwegen ein bis zu 12,5-fach höheres Unfallrisiko gibt als bei der Fahrt auf der Fahrbahn im Sichtfeld der anderen Verkehrsteilnehmer. Die generelle Benutzungspflicht für Radwege ist zwar abgeschafft worden, aber entgegen dem Geist des Gesetzgebers stellen die Kommunen unnötige Zeichen 237, 240 oder 241 StVO auf, mit denen wiederum die eigentlich als Ausnahme angedachte Benutzungspflicht angeordnet wird. Gerne argumentieren Verwaltung und Kommunalpolitiker dann mit einem “sicheren Schulweg”.
Möchten Sie wirklich, daß Kinder zum Helmtragen gezwungen werden, weil Kommunalverwaltungen und -politiker sie auf Radwege zwingen, auf denen sie ein höheres Unfallrisiko als auf der Fahrbahn haben? Der Schlüssel zur höheren Sicherheit der Radfahrer liegt nicht im Zwang zu passiven Schutzvorrichtungen wie Helmen, sondern in der Radverkehrsplanung vor Ort. Auch muß sich das Miteinander der Verkehrsteilnehmer verbessern. Gehen Sie los und klären Radfahrer über deren Rechte und Pflichten auf! Das bringt viel mehr als eine Helmpflicht. Schon die Eindämmung der Zahl der “Geisterradler”, also der Radfahrer, die ordnungswidrig linksseitige Radwege nutzen, brächte mit Sicherheit eine Senkung der Zahl der Kopfverletzungen.
Ein Helm hilft nur gegen die Symptome, nämlich gegen üble Folgen von einigen Unfällen. Wirsollten aber die Ursachen bekämpfen. Ursache für Kopfverletzungen ist aber nicht der fehlende Helm, sondern die Tatsache, daß es aufgrund verfehlter Radverkehrspolitik schwere Unfälle gibt.
Übrigens habe ich nichts gegen Fahrradhelme, ich besitze selbst einen. Nur möchte ich selbst wählen können, zu welchem Anlaß ich ihn aufsetze. Wenn nicht derart viele rücksichtslose andere Verkehrsteilnehmer unterwegs wären, wären die Straßen ohnehin viel sicherer. Ich setze den Helm in der Stadt nicht auf, weil es ohnehin genug Idioten gibt, die meinen, sie dürften mich ohne Sicherheitsabstand überholen. Wenn ich den Helm aufsetze, nimmt die Zahl dieser Gefährdungen auf der gleichen Strecke zur gleichen Zeit tatsächlich zu.
Nachtrag:
Die Einführung einer Helmpflicht, deren Nutzen fragwürdig ist, brächte einen Rückgang der Zahl der Radfahrer. Mit dem Rückgang der Zahl der Radfahrer steigt die Unfallgefahr für den einzelnen Radfahrer. Es gibt eben Erfahrungswerte aus Australien, den USA und Neuseeland, wo zum Teil eine Helmpflicht eingeführt worden war.
Surf-Tip: www.fahrrad-helm.de
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Radfahren in Rendsburg VIII - Hinweis für den Winter
7.1.2009 by admin.
Wegen des schönen Winterwetters möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, daß selbst benutzungspflichtige Radwege durch winterfeste Radfahrer nicht benutzt werden müssen, wenn der Radweg durch aufgeworfenen Schnee von der Fahrbahn unbenutzbar oder mangels Räumung und Streuung unzumutbar ist. Radfahrer, die dann auf den Gehweg ausweichen begehen eine Ordnungswidrigkeit; sie müssen nach § 2 (4) StVO und geltender Rechtsprechung auf der Fahrbahn fahren.
Übrigens müssen es nicht Schnee oder Eisglätte sein, welche die Fahrt auf der Fahrbahn erlauben. Gerade in Rendsburg haben viele benutzungspflichtige Radwege nicht die notwendige Breite oder den notwendigen Sicherheitsabstand zur Parkbucht. Dazu kommen das Auf und Ab an Grundstückseinfahrten sowie hohe Kanten an Einmündungen. Dasmacht den eigentlich nach § 2 (4) StVO benutzungspflichtigen Radweg dann unzumutbar, so daß die sicherere Fahrt auf der Fahrbahn erlaubt ist. Mülltonen oder parkende Autos machen den Radweg sogar unbenutzbar, auch dann darf die Fahrt auf der Fahrbahn fortgesetzt werden. Allerdings muß auf den benutzungspflichtigen Radweg an zumutbarer Stelle zurückgewechselt werden.
Sollte es mal dazu kommen, daß die Polizei einen anhält, einfach ruhig und sachlich die Rechtslage erläutern. Besteht der Polizist auf ein Verhalten, sollte gefragt werden, ob es sich um eine “polizeiliche Anordnung” handelt. Der Name des Polizisten sollte dann notiert werden. Es empfiehlt sich auch, den Zustand des Radweges mit Photos zu dokumentieren. Auch Polizisten können nicht alles wissen und machen Fehler. Kommt es zum Bußgeldverfahren, kann Einspruch eingelegt werden. Hilfestellung gibt es von Organisationen wie dem ADFC oder der Initiative Cycleride. Rechtsberatung gibt es bei Fachanwälten für Verkehrsrecht.
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Radler-Stammtisch für Rendsburg, Büdelsdorf und Umgebung II
6.1.2009 by admin.
Am Montag, 12. Januar 2009 findet in der Alten Markthalle um 20 Uhr der nächste Radler-Stammtisch statt. Da die letzten beiden Veranstaltungen gut besucht waren, lohnt sich ein rechtzeitiges Kommen.
Ich hoffe, daß ich bis dahin meine Sammlung von Hindernissen, Beschwernissen und Lücken im Rendsburger Radverkehrsnetz fertig habe. An dieser Sammlung arbeite ich schon seit April 2008, aus persönlichen Gründen komme ich nicht schneller voran. Wenn alles gut geht, stelle ich das Werk also den Teilnehmern des Stammtisches vor, bevor die Stadtverwaltung eine Kopie erhält.
Ich habe auch noch einen Vorschlag bezüglich der Fahrradständer vieler Geschäfte in unserem Wirtschaftsraum.
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Israels Vorgehen gegen die Terroristen
6.1.2009 by admin.
Ich begrüße das konsequente Vorgehen Israels gegen die Terrororganisation Hamas. Zugleich bin ich entsetzt über die Duldung antisemitischer Ausbrüche in europäischen Innenstädten. In Wien wurde ich selbst Zeuge einer solchen abartigen Demonstration. Terrorsympathisanten demonstrierten in den letzten Tagen auch in vielen deutschen Städten. Dabei wird offen zur Vernichtung Israels aufgerufen. Linke Antidemokraten und rotlackierte Faschisten üben bei diesen Demonstrationen mal wieder den Schulterschluß mit den Islamisten.
Daß die Hamas Oppositionelle ermordet hat, daß viele Palästinenser in Israel eine neue, sichere Heimat fanden, daß Frauen unterdrückt werden, wird ausgeblendet. Ebenso ignoriert wird die Tatsache, daß sich Israel weiterhin an den Waffenstillstand hielt, obwohl israelische Städte mit Kassamraketen beschossen wurden und Zivilisten starben.
Die Palästinenser und ihre Freunde skandieren, Israel sei ein Kindermörder. Israel bombardiere Krankenhäuser und Zivilisten. Die Wahrheit ist jedoch, daß das Terroristenpack der Hamas nur seine eigenen Untaten auf Israel projiziert. Palästinensische Raketen und Attentäter töten Kinder und Zivilisten. Palästinenser lagern Waffen in Moscheen, unter Schulen oder in Krankenhäusern, bauen dort strategische Stellungen aus, um anschließend der Welt heulend in der üblichen “Pallywood”-Manier die angeblich zivilen Opfer vorzuführen.
Es sind westliche Medien, welche uns in den Nachrichten unreflektiert diese Pallywood-Produktionen zeigen. Es sind genau jene Medienmacher, die “Antizionismus” schüren, welche schon als Studenten mit der RAF und den palästinensischen Terroristen sympathisierten. Genau diese Linken gehen heute zusammen mit den Kindermördern der Hamas auf die Straße und hetzen gegen Israel und die Juden.
Mit positiver Verwunderung vernahm ich die Äußerung Merkels, daß die Hamas selbst schuld sei. Selbst Ägyptens Außenminister hatte dieses offen bekannt. Es ist gut, daß diese Wahrheit offen bekundet wird, obwohl die linke Camarilla uns in den Medien Anderes über den Konflikt auftischen möchte.
Israel steht für Menschenrechte und Demokratie, während die Anhänger Muhammads nicht nur im orientalischen Raum für Unterdrückung und Gewalt sorgen. Jedem vernünftigen Menschen sollte klar sein, daß er sich auf die Seite Israels stellen muß.
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Definition des Terminus “Konzertbehuster”
6.1.2009 by admin.
Konzertbehuster sind lästige Störenfriede in Konzerten, meist weiblichen Geschlechts und höreren Alters. Konzertbehuster verweigern Halsbonbons und warten leise Passagen ab, um sich zu räuspern, zu keuchen oder lautstark zu husten. Findet ein Konzert in einer älteren Kirche statt, wählen Konzertbehuster Sitzplätze auf der Empore, um während des Konzertes durch Herumschreiten das alte Gebälk knarren zu lassen.
Ich fordere die Einrichtung einer Kulturgendarmerie, die sich auch um die Ruhigstellung von Konzertbehustern bemüht.
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Universalität des Völkerrechts?
6.1.2009 by admin.
Das Völkerrecht regelt die Interaktion von Akteuren. Leider fehlt ein ordentliches “internationales Regime”, das die Einhaltung kontrolliert und anmahnt. Derzeit ist Völkerrecht ein abstraktes Konstrukt, das vorrangig von westlichen Akteuren geachtet wird. Natürlich achten fast alle Staaten etwa auf die Immunität von Diplomaten, aber westliche Staaten instrumentalisieren diesen Status seltener.
Kriegsvölkerrecht funktioniert zwischen den zivilisierten Staaten des Westens, aber andere Kulturkreise mißachten es mangels Verständnnis. Das Völkerrecht ist aus europäischer Erfahrung und Tradition geboren worden. Wir sollten uns von der Idee verabschieden, daß wir das Völkerrecht, aber auch die Menschenrechte auf alle Kulturkreise anwenden könnten.
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Ein Plädoyer für universelle Bildung
6.1.2009 by admin.
Alles Heute ersteht aus den Gedanken von gestern. Das heutige Denken läßt sich nur aus dem Gestern erklären - Daher ist eine klassische Bildung unerläßlich. Geisteswissenschaften sind eben nicht unproduktiv oder gar überflüssig.
Eine universelle Bildung ist unverzichtbar. Ein Text läßt sich inhaltlich nur erfassen, wenn Zusammenhänge erkannt und begriffen werden. Dazu gehört auch eine naturwissenschaftliche Basisbildung.
Wer Texte lesen, erfassen und analysieren kann, ist auch in der Problemanalyste schneller und besser. Hier profitieren Natur- und Ingenieurswissenschaften.
Wer schöpferisch ein Kunstwerk schaffen kann, der kann vielleicht seine Gedankenwelt besser öffnen und ist damit teamfähiger?
Kreativität und Problembewältigung - daran mangelt es in unserer Gesellschaft. M.E. hat dieses im kulturellen Verfall seine Ursachen, weil eben Defizite selbst bei den “Eliten” vorherrschen, weil Fachidioten ausgebildet werden, und die universelle Bildung der Verachtung anheim fällt.
Nicht Alles, was unökonomisch erscheint, ist langfristig unökonomisch. Die Investition in Bildung, eine universelle Bildung lohnt sich. Der Tanz um das Goldene Kalb, die Ökonomie, führt dazu, daß die Wirtschaft sich selbst sabotiert. Ökonomie wird zum elementaren Lebensbestandteil verklärt, doch ist sie nur Teil des Lebens, ein Fragment der Kultur einer Zivilisation. Ökonomie kann nur neben den Künsten bestehen, denn Ökonomie ist auf die Kraft der Kultur der Menschen einer Zivilisation angewiesen.
Bildung bedeutet das Erfassen der eigenen Kultur, der Grundlagen der gesamten Kultur. Kultur beschreibt das Miteinander und die Fähigkeiten der Menschen in einer Zivilisation. Jagd- und Anbautechniken gehören genauso dazu wie Benimmregeln in der sozialen Interaktion, die Schrift sowie das Geschriebene, die Art der Geschriebene genauso wie die Form des Geschriebenen, die Religion …
Doch Menschen geringer Bildung erfassen ihre eigene Kultur nicht, ihnen fehlen die Werte und der soziale Ehrencodex. Deshalb sind diese Menschen auch eher geneigt, Totalitarismen hinterherzulaufen. Bestialische Ideologien wie der Kommunismus oder Nationalsozialismus können nur aufgrund der Preisgabe der eigenen Kultur bestehen. Der Verlust der ursprünglichen Werte läßt das staatliche Morden zu, denn diese Ideologien treten mit dem Anspruch an, eine neue Zivilisation mit neuer Kultur zu schaffen.
Das deutsche Bildungssystem war vorbildlich, als der Physiker noch den Faust nicht nur vom Titel her kannte, als der Historiker noch die naive Beschreibung eines Naturphänomens in einer Chronik erkannte. Intelligenz und Bildung verschmelzen, bedingen aber nicht einander, aber das ist ein anderes Thema …
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