Sie befinden sich aktuell in den Torbens Sicht der Dinge Blog-Archiven für den folgenden Tag 14.8.2008.
- Bundespolitik (14)
- HiFi, PC & Technik (1)
- Historia (1)
- Islam (7)
- Kommunalpolitik RD (31)
- Kultur (7)
- Landespolitik (14)
- Musik (2)
- Politik (36)
- Pranger (11)
- Sonstiges (37)
- Unterhaltung (5)
- Verkehrspolitik (33)
- ZENTRUM (8)
- 16.7.2010: [SHMF 2010] K 9 "In elysischen Gefilden": Ein Verriß
- 15.7.2010: Schon wieder ein Vorfall mit einem geistig Unterbemittelten
- 9.7.2010: Die Parther
- 9.7.2010: Mittagszeit - Frau am Steuer?
- 7.7.2010: Wahre Freunde und Helfer
- 6.7.2010: Wieso "pöbeln" Radfahrer?
- 1.7.2010: Eine kleine Radtour
- 28.6.2010: Bürgermeisterkandidat für Rendsburg
- 28.6.2010: Armutsmodell und Bildungsverweigerer
- 21.4.2010: Steuerbegünstigung bei Unterstützung Volljähriger
Archive für 14.8.2008
Kommentar zur Versandkostenhöhenbeschränkung bei Ebay
14.8.2008 by admin.
Das Onlineauktionshaus Ebay hat in einigen Kategorien die Höhe der Versandkosten, die ein Verkäufer angeben kann, beschränkt. Argumentiert wird mit Beschwerden von Käufern über überhöhte Versandkosten. Jedoch ist es so, daß Ebay nicht von den Versandkosten profitiert, weil keineVerkaufsgebühren dafür anfallen.
Als Käufer sage ich, daß ich die Versandkosten gleich vor Gebot mitberücksichtige. Wenn die Versandkosten höher als bei den Mitbewerbern sind, biete ich weniger oder erwarte einen niedrigeren Sofort-Kaufen-Preis, damit ich zuschlage. Es ist Sache des Verkäufers, wie er kalkuliert. Ich bin ein mündiger Käufer. Wer nicht die Versandkosten bei Gebotsabgabe angesehen hat und den Versand erwartet, der soll sich auf den Zustand seines Gemüts untersuchen lassen. Wenn der Verkäufer statt 1,65 Euro für die Warensendung 3 Euro verlangt, und die Sendung kommt in einer niegelnagelneuen Luftpolstertasche mit ausgedrucktem Adreßetikett, dann zahle ich das gerne. Etwas Anderes ist es, wenn ich 9€ für ein Hermes S-Paket zahlen soll und es kommt ein alter Karton mit dahingeschmierter Adreßierung. Dann wollte der Verkäufer nur abzocken. Aber das Risiko war mir vorher bewußt und ich hatte als mündiger Käufer die Versandkosten in den Gesamtpreis beim Preisvergleich einbezogen. Wenn der Artikel trotz überhöhter Versandkosten offensichtlich günstiger ist, als der Kauf vor Ort bei einem anderen Verkäufer, dann ist der Verkäufer trotz hoher Versandkosten wettbewerbsfähig. - Der Einzige, der darunter leidet, ist Ebay, weil weniger Ebay-Gebühren anfallen.
Wenn ein Verkäufer 5 km vom nächsten Briefkkasten oder der
Annahmestelle entfernt wohnt, dann soll er seine Fahrtkosten
aufschlagen dürfen. Wenn ich trotzdem bei ihm kaufe, ist er
offensichtlich wettbewerbsfähig und zwar trotz hoher Kosten
Als Verkäufer kalkuliere ich, obwohl ich Privatverkäufer bin, betriebswirtschaftlich. Wenn ich es nicht täte, sollte ich meinen Gemütszustand untersuchen lassen.
Wieso sollte ein Verkäufer nicht abseits des Portos die Verpackungskosten berechnen? Daß ich den Kram zum Logistiker bringe ist ein Angebot. Der Käufer könnte den Artikel genausogut kostenfrei abholen. Der Versand ist ein Zusatzangebot. Wenn ich extra eine Versandverpackung besorge, damit der Artikel wohlbehalten beim Käufer ankommt, wenn ich mir bei der Adreßierung Mühe gebe, damit die Sendung schnell ankommt, dann ist ein kluger Käufer lücklich darüber.
Ehrlichgesagt schlage ich neben den Kosten für Karton bzw. Versandtasche, Etikett für StampIt und Klebeband noch ein paar Cent als Umlage für Paypal-Gebühren auf. Aber das sind Kosten, die durch den Käufer entstehen, denn er könnte auch vorbeikommen und den Artikel gegen Barzahlung abholen.
Es ist eine Mischkalkulation. Wenn der Verkaufsgegenstand für 1 Euro weggeht und der Verkäufer für die Warensendung nur das wirkliche Porto von 1,65 Euro berechnet, fallen die übrigen Kosten unter den Tisch. Die 25 Cent, welche Ebay als Verkaufsgebühr berechnet, die 40 Cent Paypalgebühr, weil der Käufer über Paypal zahlte, die 80 Cent für die Versandtasche und 15 Cent für das Adreßetikett machen den Verkauf unrentabel. Es wäre dem Verkäufer günstiger gekommen, wenn er das Teil in die Tonne gekloppt hätte.
Und weil Ebay etwas gegen hohe Versandkosten hat, verteidigt Ebay seine Beschränkung der Versandkostenhöhe mit der Unmündigkeit seiner Kunden. Liebe Käufer, Ebay hält Euch für schwachsinnig! Ebay hat uns Käufer beleidigt, denn Ebay spricht uns mit seiner Argumentation für die Beschränkung der Versandkosten die Mündigkeit ab!
Daß nun der linksnaive Mainstream, auf die Argumentation von Ebay eingeht und dazu fordert, jeder Verkäufer solle nur die Portokosten verlangen, ist typisch für unsere sozialistisch indoktrinierte Gesellschaft. Am liebsten wäre jenen Gestalten ohnehin der festgelegt einheitliche Preis bei Erfüllung des Plansolls. Die Verkäufer werden drangsaliert und die Käufer für für unmündoig erklärt. Nur Ebay profitiert.
… und ich bin nun wirklich alles Andere als ein klassischer Liberaler …
Geschrieben in Sonstiges | Drucken | Keine Kommentare »