Renovierung - Ein Erfahrungsbericht

Zum Geburtstag hatte ich einen Gutschein über einmal Tapezieren und Streichen durch einen Maler erhalten. Da mir meine Einrichtung schon länger nicht mehr gefiel, nahm ich das zum Anlaß, alles mal volkommen umzugestalten. Folglich sollten auch neue Möbel her. Auch Steckdosen und Lichtschalter wurden neu gestaltet.

Erste Schwierigkeit stellte die Terminfindung dar, da ich neben dem Studium jobbe. Also nahm nach Rücksprache mit dem Maler Anfang August in der vorlesungsfreien Zeit eine Woche Urlaub. Schon das Ausräumen und Ausmisten dauerte viel zu lange. Da hatte ich mich verschätzt. Beim Abbau der Möbel zeigte sich das nächste Problem. An der Wand zum Bad hatte sich recht frischer Schimmel gebildet, der hinter den bisherigen Kiefermöbeln nicht zu erkennen war. Da das Bett an die Wand sollte, mußte da erst im Bad die Ursache gefunden werden, auch um weitere Schäden zu vermeiden; Chemikalien wurden auf meine Wand aufgebracht. Dann wurde die geplante Glasfasertapete tapeziert. Wegen der beiden Farben mußte zeitversetzt gestrichen werden, da sie ansonsten in den Ecken verlaufen wären. Am ersten Tag kam die Decke dran, am zweiten Tag das Bordeauxrot der Seitenwände, am Dritten das sehr helle Gelbbraun der Wände mit Tür und Fenster.

Das Mobiliar holten wir an einem Tag bei IKEA, an dem der Maler strich. Die Kartons standen dann ein paar Tage im Keller. Nach und nach begann ich mit dem Aufbau der Möbel. Da der Urlaub aber schnell herum war, durfte ich bald wieder geldverdienen. Nach 11-Stunden-Schichten hatte ich kaum Zeit und Muße, mit dem Aufbau und Einräumen weiterzumachen. Da für den Samstag des Rendsburger Herbstes, Ende August, eine Einweihungsfeier vorgesehen war, mußte improvisiert werden. Dadurch stellte ich mir das Zimmer zu. Im Oktober schaffte ich es endlich, meinen neuen Schreibtisch aufzubauen, der das Letzte meiner Möbel im Keller war.
Derzeit stehen noch ein paar Kisten bei mir im Raum, hauptsächlich für den Verkauf bei Ebay bestimmte Dinge und Alles, was unterdem kommenden neuen Bett Stauraum finden soll. HiFi-Anlage und Fernseher sind noch nicht aufgestellt. Leider lassen Studium und Nebenjob mir nicht mal eine Woche frei, in der ich das Werk vollenden könnte.

Mein frisch renoviertes Wohnschlafzimmer ist ausgestattet mit Billy-Regalen mit Aufsatz an der Wand mit der Tür. Über der Tür bildet ein Billy-Wandregal den Übergang. Rechts der Tür steht ein 40-cm-Element auf 45° als Eckschrank da, so geht es dann einmal um die Ecke. Links der Tür an jener Wand fehlen noch die Benno-CD-Regale, das neue Bett allerdings an jener Wand soll vom Tischler kommen, da ich besondere Wünsche habe. An der Wand mit dem Fenster gegenüber der Tür sollen am Bett noch Regale für die HiFi- und Heimkinokomponenten sowie ein Wandhalter für den Fernseher hin, das kommt dann nicht von IKEA. Rechts der Tür folgen bis zum Fenster eine Lücke auf das Billy-Regal, dann ein Besta-Regal mit Aufsatz und einer Tür. Dahinter steht ein Pax-Kleiderschrank. Mitten im Raum befindet sich ein Schreibtisch IKEA Galant auf Rollen, dazu ein 64cm hohes Modul Besta mit Schublade auf Rollen für den Drucker. Die neue Deckenlampe ist auch von IKEA.
Später kommt vielleicht noch ein Sessel Tullsta oder so ähnlich mit Leselampe passend zur Deckenlampe in den Raum.
Vor den bordeauxrot gestrichenen Glasfasertapeten sehen die weißen Möbel richtig gut aus, der Raum wirkt heller und größer als mit meiner alten Einrichtung. Da die Wände mit Tür und Fenster länger sind als die Seitenwände, sind die Seitenwändebordeauxrot gestaltet, während die längeren Wände in einem hellen Gelbbraunton (Safari?) gestrichen sind. Dadurch gewinnt der Raum an Tiefe, wenn der Betrachter in der Tür steht. Dank der Modularität und Flexibilität der IKEA-Serien konnte ich in dem äußerst kleinen Zimmer sehr vieles unterbringen. Problematisch waren auch die Längen meiner Wände. Der beschränkte Etat tat sein übriges.

Zur Qualität muß ich sagen, daß bei mir nur der PAX-Schrank von schlechter Qualität ist. Dafür, daß der so teuer war, ist der Zustand der Seitenteile erbärmlich gewesen. Am besten konnte ich die Besta-Teile zusammenbauen, weil da die Bohrungen sauber vorbereitet waren und alle Teile paßten.

Die HiFi- und Heimkinokomponenten werden wohl eher nicht auf VCM Trento thronen, sondern auf eigenen Entwürfen, die ich vom Tischler umsetzen lassen werde. Für Hinweise auf ein günstiges und stilvolles Wandregalsystem für HiFi-Komponenten wäre ich dankbar. Einen LCD-Fernseher und die Wandbefestigung mit mindestens zwei Gelenken dafür muß ich mir noch anschaffen.

Ausgegeben hatte ich bisher rund 800 Euro für alles. Ich hatte mich vorher umgesehen und gründlich Preise verglichen. IKEA kommt am besten weg.

Rund 75 Euro haben aber zusätzlich meine Steckdosen und Lichtschalter von Berker B.1 gekostet. Das mußte sein, denn die alten Steckdosen waren zusammengewürfelt aus verschiedenen Billigschalterserien. Sie sind wie alle technischen Geräte bei mir anthrazit. Heute entschiede ich mich wohl eher für polarweiß, aber Anthrazit bildet einen Kontrast zum Weiß der Möbel. Wirklich sichtbar ist ohnehin nur der Lichtschalter mit der darunterliegenden Steckdose neben der Tür.

Das nächste Mal lasse ich mir die Möbel aber liefern. Die Heraussucherei sovieler Teile bei IKEA in den Regalreihen sowie das Ver- und Entladen waren nervenaufreibend. Dankenswerterweise hatte sich ein Bekannter geopfert und sein Wohnmobil und sich als Fahrer bereitgestellt.

Ich mag die Schlichtheit und Funktionalität der Möbel.

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