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SHMF 2011

Auch in dieser Saison besuchte ich alle Rendsburger Konzerte bisher. Dazu kamen noch zwei Konzerte in Kiel und eine Veranstaltung im Schleswiger Dom.

 K 19, 17. Juli in der Christkirche

Haydns “Jahreszeiten” wurden sehr ordentlich und schwungvoll musiziert. Der Bewertung von Herrn Blunck, das seien die besten Jahreszeiten, die wir bisher in Rendsburg gehört hätten, kann ich mich allerdings nicht anschließen. Ich erinnere mich an eine Aufführung des Oratoriums vor wenigen Jahren unter Enoch zu Guttenberg, ebenso in der Christkirche, die doch noch ein wenig besser war.
Als Dirigent hatte Paul McCreesh den Mut zum klaren Fortissimo oder auch mal schwungvollerem Tempo. Das tat dem Werk, welches den Kreis des Lebens beschreibt, sehr gut.

K 61, 4. August im Kieler Schloß

Dieses Konzert hat zwei Seiten. Zum einen musizierte das Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon sehr natürlich, sauber und lebhaft. Auf der anderen Seite steht der Mezzo Magdalena Kozena, deren Gesang mich in dem Abend nicht für sie einnahm. Ihre Aussprache war undeutlich. Allerdings steigerte sie sich bis zum Ende des Abends, als Zugabe gab es ein zauberhaftes Lascia ch’io pianga” aus Händels Rinaldo.Vielleicht war sie mit dem Text vertrauter?

K 66, 6. August im Schleswiger Dom

Bei der Vorbereitung der Anreise mußte ich feststellen, daß die Busanbindung zwischen Bahnhof und Dom in Schleswig sehr schlecht ist. Der Fahrplan des ÖPNV scheint noch mieser als in Rendsburg zu sein. Die Mitnahme des Fahrrades kostet im Zug 3,50 € (Tageskarte). Ich entschloß mich, bis OPwschlag mit dem Rad und von dort aus mit der Bahn zu fahren. Auch auf dem Rückweg stieg ich schon in Owschlag aus. Mir fiel erstmals auf, wie schlecht die Radverkehrsführung in Schleswig ist. Zum Teil sollte ich von einem Radstreifen im spitzen Winkel auf einen Hochbordradweg wechseln. Das Sturzrisiko macht diesen Wechsel im Sinne der Rechtsprtechung “unzumutbar”, daher blieb ich auf der Fahrbahn, zum Unwillen von wenigen, besonders von Automobilisten mit RD-Kennzeichen. Auf dem Rückweg zum Dom schaffte ich auf diese Weise ein Wahnsinnstempo von über 30 km/h, welches den Schnitt auf annähernd 20 km/h anhob.
Klare Aussprache, eine wunderschöne Stimme, das war in Schleswig zu hören. Nuria Rial war als Sopranistin die Solistin des Abends. Sie trat nicht aufgetakelt als Primadonna, sondern völlig natürlich als junge Frau mit Liebe zur Musik auf. Begleitet wurde sie vom Elbipolis Orchester Hamburg. Für mich waren insbesondere die Werke Vivaldis eine Entdeckung. Tolle Musik, der dort Leben eingehaucht wurde. Höhepunkt des Abends war aber ein Werk Telemanns; die Arie der Agrippina “Komm, o Schlaf” aus der Oper Germanicus. Diese Arie wurde als Zugabe wiederholt. Ich gucke mich schon um, welche schönen Aufnahmen mit Nuria Rial auf dem CD-Markt gibt.

K 82, 11. August in der Christkirche

Chanticleer, ein A Capella-Ensemble stand auf dem Spielplan. Eigentlich bin ich ja eher ein Freund großer Orchesterbesetzungen, daher war es eher der Tatsache geschuldet, daß ich grundsätzlich alle Rendsburger Konzerte im Rahmen des SHMF besuche, geschuldet, daß ich mir eine Karte bestellt hatte. Das Lob für die Stimmen der Zwölf in der Lokalpresse war nicht übertrieben. Es stand kein starrer Chor auf der Bühne, sondern die Werke wurden fast inszeniert. Mir persönlich gefiel besonders der erste Teil des Abends mit den Renaissance-Werken und den Drei Männerchören des großen Richard Strauss. Bis auf John Taverners A Village Wedding war für mich nach der Pause kein interessantes Werk mehr dabei. Ich bin nun einmal bekennender Gegner des Crossover.

K 84, 12. August im Kieler Schloß

Italienisches und Französisches aus meinem Lieblingsmusikfeld, der Oper des 19. Jahrhunderts stand auf dem Programm dieses Konzertes. Es begann mit Rossinis Sinfonia zur Oper Il Turco in Italia. Diese interpretierte die NDR Radiophilharmonie unter Lukas Borowiczsehr analytisch, aber mit Mut zum Fortissimo. Schlagwerk und Bläser schlugen sich überragend. Leider war eine der Solistinnen, nämlich der Mezzo Zoryana Kushpler erkältet. Daher mußte eine Nummer entfallen. Dennoch war ihre Stimme die Beste an diesem Abend. Das Italienisch der Pretty Yendewar offensichtlich nicht gut, ihr Französisch war ein wenig sauberer. Ihre Stimme war nicht mein Fall. Bei Kartal Karagedik klang vieles für mich schlecht, stümperhaft. Die Kritik der Journaille, sein “Voilà donc la terrible cité” sei im Orchesterschwall untergegangen, kann ich nicht teilen. Das Orchester war zwischen dem Solisten und meinem Sitzplatz positioniert. Es ist die Klangfülle des französischen Orchesters des 19. Jahrhunderts, welche dem anscheinend eher der Wiener Klassik zugeneigten Kritiker unbekannt scheint. Lieber Kritiker auf shz.de, bei Massenet lebt die Grande Operá eines Meyerbeers weiter! Meyerbeers Prélude zur Großen Oper “L’Africaine” war auch eindeutig der Höhepunkt des Abends. Das Solo der Oboe wurde wunderbar feinfühlig interpretiert. Dem Kritiker des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages muß ich zustimmen, daß der Danse Bacchanale etwas zu feurig begann, so daß kaum eine Steigerung möglich war. Die Arie der Dalilah wurde fein säuberlich und mit dem notwendigen exotischen Unterton interpretiert, von einer überragenden  Zoryana Kushpler dargebracht. Bizet fand ich schon immer eher langweilig, völlig unfranzösisch. Leo Delibes Lakmé war dann wieder ein ordentliches Kaliber französischer Opernkunst. Die Zugabe bewerte ich lieber nicht, außer daß ich betone, daß sie inhaltlich nicht zum Programm paßte. Es war der elende, überbewertete Mozart.

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Volksinitiative zu CO2-Endlager

Die Bürgerinitiative gegen ein CO2-Endlager sammelt Unterschriften zu zwei Volksinitiativen. Als Mitglied der Lebensschutzpartei, der Deutschen Zentrumspartei unterzeichne ich natürlich auf beiden Listen. Das ZENTRUM hatte sich schon früher klar positioniert.

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Erstes Critical Mass in Rendsburg?

Am heutigen Freitag, 27. Mai 2011 um 17 Uhr gibt es einen ersten Anlauf für ein Critical Mass in Rendsburg. Mit dieser Protestform machen Fahrradfahrer deutlich, daß auch sie Teil des Verkehrs sind. Es handelt sich um eine innerörtliche Fahrradtour. Im Idealfall erscheinen mehr als 15 Fahrradfahrer, so daß im geschlossenen Verband auch dort auf der Fahrbahn gefahren werden kann, wo ein benutzungspflichtiger Radweg zumutbar wäre. Treffpunkt soll nach der mir vorliegenden Information an der Obereider unter der Brücke mit Blick zum Schloßplatz sein.

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Endlich klären die Medien auf

 Nachdem wir in der letzten Zeit soviel unqualifizierte Propaganda gegen “Radrowdys”, “Radlrambos” oder “Fahrradanarchisten” lesen durften, bietet n-tv einen relativ gut  recherchierten Artikel zur Radwegeproblematik auf seiner Internetpräsenz. Der Bayerische Rundfunk hatte schon im April einen entsprechenden Beitrag geliefert, der aber ein wenig schwächelt. Es entstehen kaum Kosten, da nur die Verkehrszeichen abgebaut werden müssen,für die seit 1998 massiv Steuergelder verschwendet wurden. Außerdem dürfen die von Innenminister Hermann angesprochenen Schüler weiterhin auf dem Radweg fahren, genau wie jeder andere Radler auch. Nur muß sich niemand mehr zwangsweise auf dem betreffenden Radweg gefährden lassen.
Die im Text angesprochene “überhöhte Geschwindigkeit” ist ein Witz. Autofahrer halten die innerörtliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h für eine Mindestgeschwindigkeit und bekommen alle Voraussetzungen erfüllt, derart rücksichtslos zu rasen. Warum soll ein Fahrradfahrer nicht mit 40 km/h fahren dürfen? Besonders, wenn das nicht nur umweltfreundlichere Verkehrsmittel Fahrradfahrer konkurrenzfähig sein soll, dann darf der “Torkelradler” nicht der Standard sein. Selbst die radelnde Oma torkelt nicht mehr mit 14 km/h herum, entweder ist sie fit oder setzt auf ein Pedelec. Mit diesen hohen Geschwindigkeiten schwimmt der Fahrradfahrer im übrigen Verkehr mit.

Radwege sind reine Todesstreifen. Sie dienen auch nur den Autofahrern. Wer die Unfallberichte aufmerksam liest, stellt schnellfest, daß verunfallte Radfahrerauf dem Radweg unterwegs waren. Zu den radwege-typischen Unfällen gehört die Kollision mit dem abbiegenden Kraftfahrzug, weil der Automobilist nicht den Vorrang des Fahrradfahrer berücksichtigt hat. Dazu kommen die Konflikte mit Fußgängern, welche auf dem Hochbord keinen Unterschied zwischen Gehweg und Radweg sehen. Deswegen verlangt die Verwaltungsvorschrift übrigens die klare bauliche Trennung. Ein Negativbeispiel ohne klare Trennung können wir in der Hollerstraße bewundern. Für alte Menschen und Sehbehinderte wirken rotes und graues Pflaster nicht nur bei Nässe gleich.

Fahrradfahren ist übrigens sehr sicher! Zwar sind 10 % der Verkehrstoten  Fahrradfahrer, der Verkehrsanteil des Radverkehrs liegt aber inzwischen deutschlandweit bei geschätzten  12 bis 14 %. Und gesund ist Fahrradfahren dazu. Bis 6 km ist die Fahrt mit dem Fahrrad innerorts dank Abkürzungen auch nicht langsamer als mit dem teuren Automobil, bis 3 km Distanz ist das Fahrrad sogar schneller.

Ich möchte zum Schluß auf die sehr gute Seite www.schilderwiki.org eines Büdelsdorfers hinweisen. Der Macher zeigt auf, wie absurd einige Verkehrszeichenkombinationen sind. Die Aktivengruppe Rendsburg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs e.V. (ADFC) hat auch eine Internetpräsenz.

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Mal wieder ein regelunkundiger Pöbler

Ein regelunkundiger Automobilist mit dem Kennzeichen RD RA 2?? drohte mir heute auf der Denkerstraße damit, die Polizei zu rufen, weil ich auf seiner “Straße” nichts zu suchen hätte. Dumm dreingeschaut haben dürfte er, als an der Ampel am Thormannplatz eben diese auf dem Abbiegestreifen nach Büdelsdorf kommentarlos an uns vorbeifuhr. Ein dickes Lob an die regelkundigen Polizisten, die der “autistische” Pöbler hoffentlich wahrgenommen hat. In der Gerhardstraße quakte mich ein Regelunkundiger, vermutlich ein”Fahrlehrer”, aus einer roten Blechbüchse mit Firmenaufdruck an. Es ist erschreckend, daß noch nicht einmal diese Berufsgruppe regelkundig ist. Daher werde ich den Sprecher der Akivengruppe Rendsburg des ADFC Bodo Schnoor bitten, die betreffende Fahrschule mal aufzuklären.

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Tempolimit auf Autobahnen?

 Folgender Beitrag von mir war der Erste, den ich als Verkehrspolitischer Sprecher für das ZENTRUM verfaßt hatte.

Tempolimit auf Autobahnen?
Torben Frank, Landesverband Schleswig-Holstein, 20.04.2011

Das Politmagazin Frontal 21 (ZDF) berichtet, daß nach Auffassung von  Umweltverbänden und Verkehrsexperten das Tempolimit auf deutschen Autobahnen unweigerlich in naher Zukunft käme. Derzeit gibt es nur eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Ansonsten wird die Geschwindigkeit nur durch die Technik, die Befähigung des Fahrzeugführers zur Beherrschung des Fahrzeuges, das Sichtfahrgebot und die gegenseitige Rücksichtsnahme limitiert. Es gibt aber auf einigen Autobahnen ohne Seitenstreifen sowie auf einzelnen Streckenabschnitten Tempolimits.Sichtfahrgebot, das Gebot der Beherrschung sowie die gegenseitige Rücksichtsnahme sind wichtige Elemente der Straßenverkehrsordnung, die für manch einen Verkehrsteilnehmer vielleicht aber auch zu abstrakt sind. Ein Rasen ist im dichten Verkehr schon nach aktueller Rechtslage nicht zulässig. Vielleicht genügt ein wenig Verkehrserziehung, die Raser und Drängler in ihre Schranken zu weisen.
Da diese Ordnungswidrigkeiten nach Stand der Forschung zu höherem Unfallrisiko führen, sollten die Strafen härter ausfallen.
Ein Tempolimit ist dann sinnvoll, wenn die Verkehrsdichte hoch ist. Unterschiedliche Geschwindigkeiten sind Mitverursacher von Staus.Außerdem wird das Unfallrisiko erhöht. Insgesamt sind deutsche Autobahnen zwar sehr sicher, aber wenn sie noch sicherer werden, dann ist das wünschenswert.
Aber warum soll die Geschwindigkeit in den Zeiten limitiert werden, in denen die Verkehrsdichte sehr niedrig ist? Dann würde die Geschwindigkeit auf völlig leerer Straße völlig unnötig begrenzt. Hier konkurrieren das Grundrecht auf Mobilität und die Erfordernisse der Verkehrssicherheit miteinander. An normalen Werktagen nächtens liegt der Schwerpunkt aber anders als während der Hauptstoßzeiten.
Die Lösung wären technische Einrichtungen wie Wechselzeichen. Die ohnehin vorhandenen Brücken zur Mauterfassung könnten die Verkehrsdichte erfassen. Aus der Verkehrsdichte kann eine geeignete Höchstgeschwindigkeit gefolgert werden. Wenn dem System noch Wetterstationen angeschlossen werden, läßt sich ein Unglück wie bei Rostock vielleicht verhindern.Die technischen Anlagen sind dank LKW-Maut weitestgehend vorhanden.

Ein flexibles System schafft es, das Grundrecht auf Mobilität und die Erfordernisse der Verkehrssicherheit vernünftig abzuwegägen. Fehler sind auch dann nicht ausgeschlossen, letztendlich muß jeder Verkehrsteilnehmer für sich selbst abwägen, ob er die Höchstgeschwindigkeit nicht lieber unterschreitet. Den Deutschen fehlt der Mut zum “Schleichen”, die Höchstgeschwindigkeit wird leider eher als Richtgeschwindigkeit betrachtet. Die “freie Fahrt auf Autobahnen” ist für viele Bürger auch das letzte Bollwerk gegen staatliche Bevormundung. Das mündige Verhalten der Verkehrsteilnehmer fehlt jedoch leider häufig.

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Osama Bin Laden endlich erwischt

Die Nachricht erreichte mich nach einem anstrengenden Wochenende erst heute Vormittag. Osama Bin Laden wurde in einer Villa in Pakistan gefunden und erschossen. Sicher wollten die Amerikaner den praktizierenden Mohammedaner lebendig fassen, um ihn zu verhören. Aber der radikalisierte Mohammedaner wird immer den “Märtyrertod” suchen. Er wird sich sicher nicht lebend fassen lassen wollen. Daher ist die Version vom erbitterten Gefecht glaubwürdig. Ich freue mich aber nicht darüber, daß der Halbwilde tot ist. Ich freue mich, daß der Hauptfinanzier und Kopf des Terror gefaßt wurde. Die dezentrale Organisation von Al Qaida jedoch wird dafür sorgen, daß es weitere Anschläge geben wird. Der Kommandeur des Terrors hatte nur die Befehle des Korans umgesetzt. Der Koran ist frei verfügbar, viele arme irregeleitete Seelen halten dieses Buch für göttlich. Solange der Mohammedanismus existiert, wird es auch Mohammedaner geben, welche alle Befehle ihres Propheten wortgetreu umsetzen.

Joachim Steinhöfel hat den Fall in seinem Blog kommentiert.

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Tätlicher Angriff auf Teilnehmer einem Critical Mass in Dresden

Ein Critical Mass in Dresden fand ein unschönes Ende. Zum Glück wurde niemand verletzt. Ein durchgeknallter Autofahrer war dicht aufgefahren und hatte ein Schutzblech eines Rades wohl berührt. Der Radfahrer stieg ab, legte sein Rad ab und wollte den Automobilisten zur Rede stellen. Dieser fuhr vor und überrollte das abgelegte Fahrrad. Ein Video wurde bei Youtube veröffentlicht. Es nicht bekannt, ob diesem Gefährder weiterhin das Führen eines Automobils erlaubt ist.

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Die “Radler-Rambo”-Hetzkampagne in den Medien

In München durfte gegen die “Radler-Rambos” gehetzt werden. Dazu gibt es einen interessanten Mitschnitt einer Sendung des BR.Ein paar Tage zuvor gab es Berichte über Fahrradkontrollen in Berlin und anderen Städten. Die Berichte der Journaille erwecken dabei immer wieder den Eindruck, alle Fahrradfahrer seien Verkehrsrowdys.

Gehwegradler, Geisterradler (= linksseitiges Radfahren) und Schwarzradler (= ohne Licht) sind wahrlich Nervensägen. Diese Verstöße müssen geahndet werden. Nichts Anderes forderte auch Ramsauer. Und diese Forderung finde ich unterstützenswert.
Aber da leider die völkische Sozialisten bis 1945 die besten Dichter und Denker an der Front oder im wahrsten Sinne des Wortes verheizt hatte, müssen wir in Deutschland mit sehr viel intellektuellem Mittelmaß oder gar der geistigen Unterschicht in Schlüsselpositionen leben. Dabei wirkt dann auch noch die Verkehrspolitik der völkischen Sozialisten nach, deren automomobil-orientierte Politik leider nach 1945 weitergeführt wurde. Das hat sich in den Köpfen leider festgesetzt. Deshalb hapert es an der Umsetzung der legitimen Forderung Ramsauers.
Zwar werden Schwarz- und Geisterradler auch gejagt, aber vorrangig scheint es um Rotlichtverstöße zu gehen. Außerdem tauchen in der Berichterstattung immer wieder Hinweise auf, daß ein Fahrradfahrer von der sicheren Fahrbahn auf den Todesstreifen, den Radweg geschickt wurde.

Die Journaille klärt im Bericht nicht über die Gefährlichkeit des Geisterradelns auf, sondern berichtet lieber über ein nicht rechtskräftiges Urteil des BayVGH. In München hatte ein Radler Widerspruch gegen einen streckenweise nur 77cm breiten Radweg eingelegt. Die erste Instanz hatte die Anfechtung abgewiesen, da die Widerspruchsfrist abgelaufen sei. Also zog der Radler zusammen mit einem genialen und bekannten Kieler Rechtsanwalt vor die nächste Instanz. Diese Instanz hate nun der Öffentlichkeit ein Urteil kundgetan, bevor es eine mündliche Anhörung gab. Auf diese hätte der Kläger per Erklärung verzichten müssen, hatte er aber nicht. Es ist anzunehmen, daß sich das Bundesverwaltungsgericht demnächst mit der Bindung der Verwaltung an die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung beschäftigen muß. - Aber die Journaille titelte: Radfahrer müssen auch schmale Radwege benutzen.
Eine Radwegebenutzungspflicht darf nur angeordnet werden, wenn sowohl eine nach § 45 (9) StVO qualifizierende Gefahrenlage vorliegt als auch die Mindestkriterien für einen Radweg der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung zu § 2 Abs. 4 Satz 2 erfüllt sind. Vor wenigen Monaten  entschied ein sächsisches Verwaltungsgericht, daß trotz Gefahrenlage an einem schlechten Radweg keine Benutzungspflicht angeordnet werden dürfe. Aus Berlin oder Nordrheinwestfalen sind ähnliche Urteile bekannt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschied jetzt wohl voreilig unter politischem Druck anders. Die Voreiligkeit mit dem Formfehler könnte beabsichtigt sein, um den Weg zum Bundesverwaltungsgericht offenzuhalten. Dieses wird eine Bindung der Straßenverkehrsbehörden an die Verwaltungsvorschrift feststellen. Denn der Sinn der Mindestkriterien ist, daß eine Gefahrenlage nur auf sichere, guten Radwegen abgewandt werden kann. Ein schlechter Radweg erhöht aber das Unfallrisiko, wie die Unfallforschung belegt hatte. Deshalb wurde doch die generelle Radwegebenutzungspflicht 1997 doch überhaupt abgeschafft!
Für einen Hochbordradweg verlangt die VwV-StVO übrigens eine Mindestbreite von 1,5 m. 0,77 m reichen noch nicht einmal aus, um darauf zu fahren, ohne daß der Lenker in die Fahrbahn oder den Gehweg hineinragt. Beides sind Ordnungswidrigkeiten. Zu einem Gehweg sollte ein Radler ohnehin einen Sicherheitsabstand wahren, da es ansonsten zu üblen Unfällen kommen kann. Neben der Eigenbreite des Fahrradfahrers ist noch zusätzlicher Raum notwendig, weil der Radfahrer ca. 20 cm hin und her schwankt oder wiegt. Die Schwankung ist größer, wenn der Radfahrer langsam fährt.  Ein schmaler Radweg direkt neben einem Gehweg erfordert aber eine “angepaßte Geschwindigkeit”.

Auch im Jahr 2010 ermordete Automobilität fast 3000 Menschen in Deutschland. Wieviele Unfallopfer haben Radler auf dem Gewissen? Null?!

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Ein Maßstab guter Verkehrspolitik?

“Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl ihrer Schnellstraßen ab, sondern davon, ob ein Kind auf dem Dreirad unbeschwert überall hinkommt.”
Enrique Peñalosa, Nationalökonom und ehemaliger Bürgermeister von Bogota (”Mobil” Nr.08, 2008)

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Das Gejammer über den Kraftstoffpreis nervt!

Ein Bericht in der Rendsburger Tagespost der Landeszeitung veranlaßte mich zu einem Leserbrief.

 Sehr geehrte Damen und Herren,

“Automobilität ist ein Armutsmodell”, meint der Tübinger Geograph Mohnheim. Nach seiner Beobachtung ist der motorisierte Individualverkehr dort am stärksten, wo die Bildung am niedrigsten ist. Andernorts sind Radverkehr und ÖPNV stärker repräsentiert.
Unsere Straßen sind verstopft mit Automobilen. Ein Individuum nimmt mit seinem Gefährt eine vergleichsweise große Fläche ein. Dazu kommt der Bedarf an Parkplätzen. Volkswirtschaftlich ist das Wahnsinn, liegen die Kosten durch Automobilität doch deutlich höher als die Einnahmen durch Kfz- oder Mineralölsteuer. Dazu kommen Erkrankungen, Verletzungen und Todesfälle durch Automobilität.
Wir diskutieren nach Amokläufen, ob Ego-Shooter verboten werden sollen oder der private Schußwaffenbesitz eingeschränkt werden soll. Wieviele Amokläufe gibt es denn jährlich in Deutschland? Im Jahr 2010 sind in Deutschland 3.657 Menschen im Verkehr getötet worden. Das sind rund 10 Verkehrstote pro Tag. Jeder Autofahrer führt eine potentielle Waffe.
Unverständlich ist es mir, wie es jemand auf sich nehmen kann, täglich über zwei Stunden in einer Blechbüchse zu verbringen, um sich freiwillig dem alltäglichen Kriegsgeschehen auf den Straßen auszusetzen. Zwar mag das Pendeln mit dem Zug auf den ersten Blick längere Zeit in Anspruch nehmen, auf dem zweiten Blick wird jedoch klar, daß es sich kaum um verschenkte Zeit handelt. Während der Fahrt kann sich der Pendler entspannen, ein wenig schlafen, lesen, Musik hören, Arbeit vorbereiten etc. Das ist am Steuer des Automobils alles nicht möglich. Dazu muß dann am Ziel noch ein Parkplatz gefunden werden.
Das Gejammer über hohe Spritpreise kann ich nicht nachvollziehen. Der Kraftstoff ist offensichtlich noch nicht teuer genug, damit der automobile Irrweg ein Ende hat. Ich halte nichts vom Klimawandel-Geschwafel. Eher halte ich den Schritt weg vom Erdöl für eine sicherheitspolitische Erwägung. Jedoch sehe ich die Schäden an Denkmälern, die Unfallstatistiken, die versiegelten Flächen in den Innenstädten … Auch halte ich nichts von Zwangsbeglückungen etwa durch autofreie Innenstädte. Es gibt schließlich Menschen, die wirklich auf ein Automobil angewiesen sind. Es gibt für die Mehrheit derer, die jetzt über den Spritpreis fluchen, eine Alternative. ÖPNV und Bahn gibt es; das Fahrrad oder der Gang zu Fuß sind auch Möglichkeiten. Die Kombination macht das individuelle Mobilitätskonzept aus. Zum Beispiel kann ein Bahnpendler sein Faltrad mitnehmen. Strengt Eure Hirne an, anstatt nur zu jammern!

Das Fahrrad bietet sich gerade auf Strecken bis 6 km an, aber auch längere Strecken sind kein Problem. Es sollte jedoch auf Dauer kein Baumarktrad sein, sondern etwas Solideres vom Fachhändler. Eine Nabenschaltung und Hydraulikfelgenbremsen sind wartungsarm. Ein Nabendynamo sorgt zuverlässig für Strom, den die LED-Leuchten vorne und hinten gut in Licht umsetzen. Pannensichere Reifen gibt es inzwischen in diversen Varianten. Ein Gepäckträger und die daran anhängbare Office-Tasche oder die Packtasche sorgen für den Transport des Gepäcks. Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur ungeeignete Bekleidung. Die Aktiven des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) helfen sicher mit Rat. Eine Aktivengruppe des ADFC gibt es auch in Rendsburg.
Fahrradfahren ist statistisch sehr sicher, wenn der Radfahrer sich an die Regeln hält. Gefährlich ist eigentlich nur die Radwegnutzung, weil an Ausfahrten und Einmündungen der Radfahrer sich außerhalb des Sichtfeldes der Automobilisten auf der Fahrbahn bewegt. Der Verordnungsgeber hatte schon 1997 darauf reagiert, nur die Kommunen haben das fahrradfreundliche Recht bisher wie unser Kreis nicht oder wie die Stadt Rendsburg kaum umgesetzt. Der Bund will nämlich den Radverkehr fördern.

Mit freundlichen Grüßen

Ich finde es sehr auffällig, daß Verkehrsplaner sagen, eine Ortsumfahrung brächte Büdelsdorf nichts, weil der Verkehr auf Hollerstraße und Brückenstraße hausgemacht sei. Von den rund 27.000 Kfz pro Tag sind also die meisten entweder Büdelsdorfer oder Rendsburger. Wenn wir uns ansehen, daß Büdelsdorf sich gerade einmal ca. 3,5 km in der Länge an der B 203 erstreckt, wird schnell klar, daß ein Großteil der Automobilisten nur Kurzstrecken fahren. Es gibt also kaum Durchgangsverkehr, sondern einen Großteil an Kurzstreckenfahrern. Dieser Verkehrsanteil wäre vermeidbar. Es gibt schließlich mit dem Stadtverkehr ÖPNV und auch Fahrräder.
Dort, wo die Verkehrsanbindung mager ist, dominiert das Fahrrad. In Rendsburg-Süd, daß nur über Fußgängertunnel oder Schwebefähre gut an den Stadtkern angeschlossen ist, dominiert das Fahrrad. Der Autotunnel und die Autobahnbrücke sind weiter weg.- Kein Wunder, nicht ohne Grund sagen Verkehrsexperten, man müsse das Autofahren vor allem innerorts möglichst unattraktiv gestalten. Bauten Albert Speer (d.Ä.) und seine Erben noch möglichst breite, mehrspurige Fahrbahnen für die Automobilisten und separierten den übrigen Verkehr zwangsweise auf Sonderwegen, geht heute der Trend zu Shared Space. In vielen Verwaltungen Schleswig-Holsteins sitzen leider noch Köpfe mit Ideen von vorgestern an entscheidender Stelle.

Rendsburg hat mit dem Park & Ride-Parkplatz am Bahnhof einen Grundstock für ein vernünftiges Mobilitätskonzept gelegt, auch wenn man sich dessen in der Verwaltung vielleicht gar nicht so bewußt ist. Dieser Parkplatz nutzt Bahnpendler genauso wie der Entlastung der Innenstadt. Es müßte nur eine gute Busanbindung an den Parkplatz geschaffen werden, welche die Innenstadt anbindet. Eine Ausschilderung zum Anleger an der Obereider könnte ebenso den Parkplatz interessant machen.

Mittelfristig wird 30 km/h Höchstgeschwindigkeit innerorts der Regelfall. Das fordern Verkehrsexperten schon länger. Es kann nicht angehen, daß die Sicherheit aller dem Mobilitätswunsch einer Verkehrsteilnehmergruppe geopfert wird. Die Lebensqualität wird steigen.  Dann werden sich auch viele Radfahrer auf die Fahrbahn wagen, die das für gefährlich hielten. Kinder könnten unbeschwerter am Fahrbahnrand spielen.

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Spikereifen - Ein Erfahrungsbericht II

Bei glatter Fahrbahn helfen die Reifen wunderbar. Ich hatte in diesem Winter keinen einzigen Sturz, obwohl ich im Alltag ausschließlich mit dem Rad fahre. Der Continental Nordic Spike 120, den ich am Hinterrad habe, hat leider keinen Pannenschutz. Daher darf ich gleich den Schlauch flicken. Denn ich konnte gestern ein paar Glasscherben nicht mehr ausweichen. Der Schwalbe Marathon Winter am vorderen Laufrad hat leider mindestens zwei Spikes verloren. Ich werde nun den Schwalbe-Service kontaktieren müssen, der nach Berichten Ersatzspikes zum Selbsteinbau versendet.

Ein erhöhter Rollwiderstand läßt sich nicht verleugnen. Durch die Wahl des Nordic Spike 120 für Hinten hielt sich dieses in Grenzen. Denn der Nordic Spike hat wie der Schwalbe Snow Stud nur seitlich Spikes.

Ein bekanntes Phänomen ist, daß ein Radfahrer, der in einer 30-Zone mit 30 km/h unterwegs ist noch vom Automobil überholt werden muß. Zu meinem Entsetzen, reizt auch das Radfahren mit Spikes bei Glätte Automobilisten zum Überholen. Nicht auszudenken, was passiert, wenn einer dieser von niederen Instinkten getriebene Büchsenführer ins Schleudern gerät. Daher ist es gut und wichtig, daß auf allen Fernsehsendern über Spikereifen für das Fahrrad berichtet wurde.Ein Überholverbot bei Glätte oder gar ein Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Spikes wäre vielleicht eine Lösung.

Bei dicker Schneelage helfen die Reifen nicht. Das Hinterrad rutscht dann zur Seite weg. Aber bei Glätte durch dünnen, plattgefahrenen Schnee oder Eis helfen die Spikes hervorragend.
Ich warte nun die Wetterentwicklung der nächsten Tage ab. Dann kommt gegebenenfalls der Conti Touring Plus wieder drauf. Die Spikereifen werde ich bis zum nächsten Winter lagern und dann wiederaufziehen.

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Pöbelei im Rotenhöfer Weg

Im Rotenhöfer Weg, der eine 30-Zone ist, wurde ich gestern vom unqualifizierten Fahrer eines vermutlich dunkelgrünen Kombis, es war wohl ein VW, amtl. Kennzeichen RD-ST mit vierstelliger Zahl (leider war mein Gedächtnis wegen Übermüdung schlapp), angepöbelt, mit zu geringem Sicherheitsabstand überholt und ausgebremst. Unüberhörbar wies er mich auf den “Radweg” hin, und ich meine, ich hätte etwas wie “Müslifresser” und “Ökospinner” gehört. Daran können wir erkennen, welche Personen mit beschränktem Horizont heutzutage ihr Maul am weitesten aufreißen. (Satirische Anmerkung: Im Ständestaat landen diese Bildungsverweiger dann zwecks Zivilisierung im Lager.)

Der - ständestaatlich betrachtet - “Bauernlümmel” hatte nicht beachtet, daß es seit der Fahrradnovelle der Straßenverkehrsordnung 1997 keine generelle Radwegebenutzungspflicht in der Bundesrepublik Deutschland gibt. Gerade im Bezug auf eine 30-Zone gibt es mit dem § 45 Ic StVO eine eindeutige Regelung.
Blechbüchsenführer, gewöhnt Euch endlich daran, daß die Fahrbahn nicht Euch allein gehört!!! Den nächsten Dosisten, der mir blöd kommt, werde ich derart sonderbehandeln, daß die Feuerwehr Stunden brauchen wird, um ihn aus seiner Blechbüchse zu befreien.

- Der Radfahrer MUSS im Regelfall nach § 2 IV StVO mit seinem Fahrzeug auf der Fahrbahn fahren. Radwege DARF er benutzen. Selbst als benutzungspflichtig ausgewiesene Radwege müssen nicht immer genutzt werden.
- Die Radwegebenutzungspflicht wurde in dunkelster Zeit 1934 eingeführt. Sie wurde 1997 abgeschafft, weil sie nachweislich zuviele Menschenleben gekostet hatte.
- Der Fahrradfahrer soll 0,5 bis 1 m Seitenabstand zum Fahrbahnrand und 0,75 bis 1,5 zu parkenden Fahrzeugen wahren.
- Der Überholende muß nach einem Urteil des OLG Hamm 1,5 m Sicherheitsabstand zum überholten einspurigen Fahrzeug wahren. Kann er das nicht, muß er dahinter bleiben.

Die Maße gelten ab dem Lenkerende bzw. der Schulter oder dem Ellenbogen.

Lektüretip:  Dietmar Kettler, Recht für Radfahrer, 2. Aufl., Berlin 2007

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Sogar gegen Shared Space sind die Wutbürger

 Die”Wohlstandsbürger” die gegen alles Neue sind, wehren sich sogar gegen Shared Space. Der Wutbürger hinterfragt die Sicherheit von Shared Space, obwohl das Prinzip Shared Space sich schon an anderen Orten bewährt hat. Hat der durchschnittliche Wutbürger vielleicht einen beschränkten Horizont??? Eine mögliche Erklärung wäre, daß der Durchschnittswutbürger nur für Einkauf oder Arbeit aus dem Haus geht. Dabei geht er dann sogar nur zu einer Blechbüchse, in die er sich einschließt, und der er erst am Ziel entsteigt. In den Urlaub geht es mit dem Flugzeug nach “Malle”. Bildung? Nicht nötig, hat sich für den Durchschnittsdeutschen mit dem Schulabschluß erledigt. Tagesausflüge in die nähere Umgebung? Ist doch langweilig abseits des Ballermanns.
Ich komme immer mehr zur Erkenntnis, je weiter ich mich mit der Wut-/Mutbürger-Debatte beschäftige, daß es sich bei vielen Wutbürgern um halbgebildete Subjekte handelt. Das sind genau die Kleinbürger, die uns mit jakobinischem, völkischem und internationalem Sozialismus in Blutbäder geführt hatten.

Straßenverkehr: Keine Lust aufs Selberdenken - Hintergründe - Gesellschaft - FAZ.NET

Ich wünsche mir das Volk der Dichter und Denker zurück! Doch dieses hatten die völkischen Sozialisten an der Front oder in Auschwitz im wahrsten Sinne des Wortes verheizt, wenn sich einzelne nicht retten konnten oder gerettet wurden.
Nur noch der Ständestaat kann Deutschland retten. Der unwissende Pöbel soll schweigen. Es gibt Menschen, die sind erwählt, weise Entscheidungen zu treffen. Das funktioniert aber nicht in der Herrschaft des Pöbels, der sogenannten Demokratie, sondern nur in der gottgewollten Ordnung. Ein Kayser, ein Reich, viele Reichsstände, noch mehr Ständeversammlungen. Es lebe das heilige Deutschland! - Ob dieser Absatz nur blanken Zynismus meinerseits darstellt oder ernst gemeint ist, wird die Zukunft entscheiden.

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Rechnung ohne den Wirt gemacht?

Es gibt Leute, bei denen man meint, daß sie sich von Berufswegen der Wahrheit verpflichtet fühlten. Von wegen! Nur haben diese Leute vielleicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es gibt heutzutage tolle Gerätschaften wie “Helmkameras”, auch “Actioncams” genannt. Das sind robuste Videokameras, die z.B. am Fahrradhelm, am Rahmen oder anderweitig am Kanu, Skifahrer oder eben Fahrrad angebracht werden. Natürlich ist auch eine Tonaufnahme dabei. Mit Diktiergeräten, Mobiltelephonen oder einigen MP3-Spielern sind auch Aufnahmen möglich. Ich finde Actioncams toll und praktisch, läßt sich doch das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer dokumentieren und notfalls belegen. - Was passiert mit Leuten, die von berufswegen der Wahrheit verpflichtet wären, wenn eine Aufzeichnung belegt, daß ein Vorgang etwas anders war, als sie es dokumentierten?